Deutschland hat im Rahmen des Deutsch-Polnischen Forums mehrere Kulturgüter an Polen zurückgegeben, die während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg entzogen oder verlagert worden waren. Nach Angaben des Auswärtigen Amts stehen die Rückgaben für die enge Zusammenarbeit beider Länder bei der Aufarbeitung historischen Unrechts und gelten als „Ausdruck der deutschen Verantwortung gegenüber Polen“. Die Zusammenarbeit bei der Rückgabe kriegsbedingt verlagerter Kulturgüter hat dem Ministerium zufolge seit Ende 2025 deutlich an Dynamik gewonnen.
Rückgabe als Zeichen von Verantwortung und Respekt
Außenminister Johann Wadephul (CDU) betonte, dass die Rückgabe der Kulturgüter Ausdruck von gegenseitigem Respekt und bleibender deutscher Verantwortung sei. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hob hervor, dass insbesondere die Rückgabe des Hymnus „Gaude Mater Polonia“ eine wichtige Geste der Anerkennung historischen Unrechts darstelle.
Die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Marion Ackermann, zeigte sich erfreut über die Rückkehr eines Manuskripts nach Polen, welches „Zeugnis einer der dunkelsten Zeiten der deutsch-polnischen Geschichte“ sei. Die Rückgaben symbolisierten insgesamt, so das Auswärtige Amt, die enge Zusammenarbeit beider Länder bei der Aufarbeitung historischen Unrechts und seien „Ausdruck der deutschen Verantwortung gegenüber Polen“.
Kulturgüter aus verschiedenen Bereichen
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erklärte, dass die Rückgabe von Eisenbahnmodellen und Objekten im Rahmen des 35-jährigen Jubiläums des Deutsch-Polnischen Freundschaftsvertrages ein „Zeichen der lebendigen Partnerschaft“ sei. Die Übergaben fanden nach Angaben des Auswärtigen Amts im Rahmen des Deutsch-Polnischen Forums statt.
Intensivere Zusammenarbeit seit 2025
Seit den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen vom 1. Dezember 2025 hat die Zusammenarbeit bei der Rückgabe kriegsbedingt verlagerter Kulturgüter nach Angaben des Auswärtigen Amts deutlich an Dynamik gewonnen. Eine auf Initiative von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eingerichtete deutsch-polnische Arbeitsgruppe unter Federführung des Auswärtigen Amtes bearbeitet gemeinsam mit dem polnischen Kulturministerium, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie den Botschaften beider Länder laufende Rückgabefälle.
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