Mehr als 500 Kilometer mit dem Fahrrad durch Norddeutschland – und das für ein Thema, das über Leben und Tod entscheiden kann: Transplantierte und Dialysepatienten sind derzeit bei der „Radtour pro Organspende“ unterwegs. Auf ihrem Weg von Dortmund nach Wilhelmshaven machte die Gruppe auch Station am Marienhospital Osnabrück (MHO).
Mit dem Fahrrad für mehr Organspenden
Die Tour führt die Teilnehmer zu verschiedenen Krankenhäusern, um auf die Bedeutung der Organspende aufmerksam zu machen. Seit 2007 treten herz-, leber-, lungen- und nierentransplantierte Menschen gemeinsam in die Pedale. Mit dabei sind auch Dialysepatienten.
Am Marienhospital wurden die Radfahrer von Vertretern der Klinik empfangen. „Wir freuen uns, dass die Gruppe auch das Marienhospital Osnabrück angesteuert hat“, sagt PD Dr. med. Martin Beiderlinden, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin: „Uns ist es ein großes Anliegen, auf das Thema Organspende aufmerksam zu machen. Es ist so wichtig, dass jede und jeder die persönliche Haltung zur Organspende mit den engsten Angehörigen bespricht und im Organspende-Register hinterlegt. So kann den vielen Menschen, die auf ein Organ warten, im Fall der Fälle geholfen werden.“
Tour soll auch Mitarbeitern in Kliniken Mut machen
Mit ihrer Fahrt wollen die Teilnehmer zugleich den Menschen Anerkennung aussprechen, die in den Spenderkrankenhäusern an Organspende-Prozessen beteiligt sind. Pflegekräfte, Ärzte, Koordinatoren und Transplantationsbeauftragte leisten dort die Arbeit, die eine spätere Transplantation überhaupt erst ermöglicht.
Die Radfahrer wollen ihnen zeigen, welchen Unterschied dieses Engagement für die Empfänger eines Spenderorgans macht. Gleichzeitig richtet sich ihr Dank an die Angehörigen verstorbener Organspender, die mit ihrer Entscheidung anderen Menschen ein Weiterleben ermöglicht haben.
Mehr als 500 Kilometer bis Wilhelmshaven
Nach dem Zwischenstopp in Osnabrück geht die Tour weiter Richtung Norden. Bis zum Ziel in Wilhelmshaven legen die Teilnehmer insgesamt mehr als 500 Kilometer zurück. Dabei soll ihre eigene Geschichte sichtbar machen, was eine Organspende bewirken kann – und möglichst viele Menschen dazu bewegen, sich mit der persönlichen Entscheidung für oder gegen eine Spende auseinanderzusetzen.
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