Der Dax ist am Mittwoch mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex notierte am Morgen nur minimal unter dem Vortagesschluss, während vor allem Technologiewerte unter Druck standen. Analysten verweisen auf die Erwartung steigender Leitzinsen in der Eurozone und den Fokus der Märkte auf neue US-Inflationsdaten.
Dax startet kaum verändert – Technologiewerte unter Druck
Der Dax wurde am Mittwoch gegen 9:30 Uhr mit rund 24.425 Punkten berechnet und lag damit 0,03 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Qiagen, Infineon und Symrise, während SAP, Heidelberg Materials und Scout24 zu den größten Verlierern im Leitindex zählten.
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, führte die verhaltene Entwicklung an den Aktienmärkten auf die Zinserwartungen zurück. „Die Erwartung steigender Leitzinsen in der Eurozone hat nicht nur die Lust der Anleger an Technologieaktien geschmälert, sondern belastet auch die zyklischen und exportabhängigen Titel im Dax“, sagte Stanzl der Consorsbank zufolge. „Die Inflationsdaten aus den USA sind daher heute auch auf dem Frankfurter Parkett das meistbeachtete Ereignis des Tages.“ Sie könnten die Erwartung zementieren, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche ihre Präferenz für bald wieder sinkende Leitzinsen endgültig aufgebe.
Sorge vor Zinswende und schwächerer Anlegerstimmung
„Mit der Furcht vor einer Zinswende hat sich auch die Anlegerstimmung gedreht“, so Stanzl weiter laut Consorsbank. „Seit den starken Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag wird der weltweite Aktienmarkt von der Renditeseite her unter Druck gesetzt. Der erneute Ausverkauf bei Techaktien gestern ist ein Warnsignal.“ Vor dem wichtigen SpaceX-Börsengang habe die bei Privatanlegern beliebte Buy-the-Dip-Strategie nicht mehr funktioniert. Die Kurse der Technologieaktien seien auf neue Tiefstände gefallen. „Die Sorge wächst, dass die Zentralbanken den Geldhahn zudrehen und Anleger noch mehr Kapital aus bereits hoch bewerteten Technologieaktien abziehen könnten.“
Euro etwas fester, Ölpreis gibt nach
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochmorgen etwas fester. Ein Euro kostete 1,1553 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8656 Euro zu haben.
Der Ölpreis gab derweil nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 91,19 US-Dollar; das waren 26 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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