Der deutsche Leitindex Dax bewegte sich am Donnerstagmittag kaum. Gegen 12:30 Uhr stand er bei 25.555 Punkten, ein Minus von 0,1 Prozent. An der Spitze der Kursliste rangierten Versicherer und Banken.
Heterogenes Marktumfeld vor Zinsentscheidung
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sagte: „Die Investoren tun sich in dem aktuellen Marktumfeld schwer, größere Positionen im Gesamtmarkt aufzubauen“.
Lipkow ergänzte: "Die Vorgehensweise ist durch stark selektive Käufe bei den zinssensitiven Branchen wie Versicherungen und Banken geprägt. Vereinzelt sind auch Positionsaufstockungen bei den Autowerten zu erkennen."
Defensive Branchen und Technologie im Fokus
Lipkow führte aus: "Insgesamt stehen noch die defensiven Branchen wie Telekommunikation und Versorger im Fokus". Das Handelsumfeld sei kurz vor der Zinsentscheidung der EZB stark heterogen.
Technologieunternehmen waren am Donnerstag weniger gefragt. Lipkow sagte: "Die Marktteilnehmer befürchten weitere Gewinnmitnahmen bei den Aktien der US-Technologieunternehmen, die auch auf die europäischen Technologietitel abstrahlen würden."
Euro schwächer, Ölpreis steigt
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1631 US-Dollar, ein Dollar entsprechend 0,8598 Euro.
Der Ölpreis für ein Fass der Nordsee-Sorte Brent stieg gegen 12 Uhr deutscher Zeit auf 102,00 US-Dollar, ein Plus von 77 Cent oder 0,8 Prozent.