Peter Gerber, Chef der Ferienfluggesellschaft Condor, rechnet nicht mit fallenden Flugpreisen in den kommenden Monaten. Hohe Treibstoffkosten belasten die Gewinne, obwohl auf einigen Strecken niedrigere Preise die Nachfrage stützen.
Ausbau der Zubringerflüge geplant
„Das ist illusorisch“, sagte der Manager dem „Handelsblatt“.
Trotz ausreichender Kapazitäten mit den aktuellen 13 Verbindungen überlegt Condor, das Netz an Zubringerflügen etwa nach Frankfurt weiter auszubauen. „Aber mit noch mehr Verbindungen könnten wir besser auswählen, wo wir zu welchen Zeiten die besten Durchschnittserlöse holen.“
Gerber räumte ein, dass die Kombination aus Touristik- und Linienverkehr Komplexität mit sich bringe. Dies schrecke potenzielle Investoren jedoch nicht ab. Das Unternehmen verweist auf sein breites Partnernetz. „Mit unserem eigenen Verteilnetz sind wir sehr attraktiv für andere Fluggesellschaften. Wir haben Partnerschaften mit Emirates, Etihad, Westjet, Jetblue und vielen anderen“. „Wir sind für alle Investorengruppen attraktiv.“
Der britische Investmentfonds Attestor, Großaktionär von Condor, hat Ende September die Möglichkeit, das Unternehmen komplett zu übernehmen. Attestor sucht seit längerer Zeit einen Mitinvestor.