Die Bundesregierung hat sich auf eine Reform der Notfallversorgung geeinigt. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe) soll ein Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) noch an diesem Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedet werden. Geplant sind eine einheitliche Ersteinschätzung von Notfällen per Telefon oder Video, eine engere Zusammenarbeit bestehender Dienste sowie finanzielle Entlastungen im System.
Einheitliche Ersteinschätzung und engere Zusammenarbeit
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ (Mittwochausgabe) mit ihrem Gesetzentwurf eine einheitliche Ersteinschätzung per Telefon oder Video. Diese soll sowohl unter der Notrufnummer 112 als auch unter der Nummer 116117 erfolgen und die Rettungs- sowie die ärztlichen Bereitschaftsdienste enger verzahnen.
Die Reform sieht vor, dass stationäre und ambulante Helfer besser als bisher zusammenarbeiten. Dazu gehört insbesondere, dass bestehende Strukturen stärker vernetzt werden und die verschiedenen Anlaufstellen für Patientinnen und Patienten koordiniert handeln sollen.
Integrierte Notfallzentren und neue Vergütungsregeln
Kernstück der Pläne ist nach dem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe) der flächendeckende Aufbau neuer „Integrierter Notfallzentren“. Diese Zentren sollen aus den Notaufnahmen der Krankenhäuser, den Notdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie aus einer gemeinsamen Ersteinschätzungsstelle („Tresen“) bestehen.
Die Rettungsdienste, die den Ländern und Kommunen unterstehen, sollen künftig auch dann bezahlt werden, wenn sie keine Patienten transportieren und in Krankenhäuser bringen. Damit sollen Einsätze, bei denen eine Versorgung vor Ort ausreicht, finanziell abgesichert werden.
Geplante Einsparungen und politische Einordnung
Warkens Notfallreform soll laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ (Mittwochausgabe) zwischen einer und zwei Milliarden Euro im Jahr einsparen. Nach Informationen der Zeitung herrscht zwischen den Regierungsparteien Einigkeit über die Reform.
Warkens Amtsvorgänger Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) waren nach Angaben der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe) mit entsprechenden Reformideen zuvor gescheitert.
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