Steakhouse-Erbin spricht von Albtraum und korrigiert frühere Angaben im Prozess.
Im Hamburger Block-Prozess hat die 53-jährige Christina Block am 72. Verhandlungstag ihre bisherigen Aussagen teilweise korrigiert. Wie tag24 berichtet, räumte sie ein, dass das erste Treffen mit dem mutmaßlichen Chef-Entführer David B. nicht in einem Hotel, sondern in einem Restaurant stattfand.
Block rechtfertigt Kindereinsammeln als legal
Zudem sei bereits bei diesem Treffen über die Situation ihrer Kinder gesprochen worden, was sie zuvor bestritten hatte. Block betonte, sie habe das „Einsammeln“ der Kinder in Dänemark im August 2021 nicht als Straftat gewertet, da ihr das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zugestanden habe. Dies habe ihr auch der mitangeklagte Familienanwalt C. bestätigt.
Block beschreibt Leidensweg nach Kindesentzug
Die Angeklagte beschrieb die Zeit nach der Einbehaltung der Kinder als „Albtraum, der bis heute andauert“. Besonders emotional wurde sie, als sie über die ihrer Meinung nach erfolgte Manipulation der Kinder durch ihren Ex-Mann Stephan Hensel sprach. Dieser habe sie „dämonisiert“ und ihre Sorge in eine Bedrohung verdreht, so Block. Auch das Verhältnis zu ihrem Vater Eugen Block habe unter der Situation gelitten.
Fuellmichs Untreue-Verurteilung bestätigt
In einem Brief habe sie ihn gefragt: „Warum glaubst du nicht an mich?“. Die Verhandlung wurde aufgrund der fortgeschrittenen Zeit vorzeitig beendet und soll am Folgetag fortgesetzt werden. Parallel dazu läuft ein weiterer Prozess, in dem der Bundesgerichtshof die Verurteilung des ehemaligen Anwalts Reiner Fuellmich wegen Untreue im Zusammenhang mit Spendengeldern der „Stiftung Corona-Ausschuss“ bestätigt hat, wie lto.de berichtet. Fuellmich war zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, wobei fünf Monate Untersuchungshaft nicht angerechnet wurden, da er den Prozess nach Ansicht des Gerichts gezielt verzögert habe.