Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, gegenüber dem Vormonat jedoch zurückgegangen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) sank auch die Arbeitslosenquote geringfügig, während die Unterbeschäftigung nur moderat nachgab. Gleichzeitig blieb die Nachfrage nach Personal laut BA-Stellenindex stabil.
Leichter Rückgang gegenüber Vormonat
Im Juni 2026 waren in Deutschland 2,936 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, 15.000 weniger als im Mai, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit. Im Vergleich zum Juni 2025 stieg die Arbeitslosenzahl jedoch um 22.000. Saisonbereinigt verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 1.000 Personen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.
Andrea Nahles
Unterbeschäftigung und Stellenangebot
Die sogenannte „Unterbeschäftigung“ umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 8.000 gesunken. Im Juni lag sie bei 3,605 Millionen und damit um 19.000 höher als vor einem Jahr.
Im sechsten Monat des Jahres waren 648.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 16.000 mehr als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – lag im Juni 2026 unverändert bei 103 Punkten, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit.
Zahl der Bürgergeldberechtigten rückläufig
1,052 Millionen Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im Juni Arbeitslosengeld, 90.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet auf 3,804 Millionen. Gegenüber Juni 2025 war dies ein Rückgang um 104.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig, so die Bundesagentur.
