Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat die Störungen beim Auftritt des israelischen Sängers Noam Bettan im ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest (ESC) scharf kritisiert. Er bemängelte insbesondere Pfiffe, Zwischenrufe und Sprechchöre mit pro-palästinensischen Parolen und warnte vor einer politischen Vereinnahmung des Musikwettbewerbs.
Klein verurteilt Störungen beim ESC-Auftritt
Antisemitismusbeauftragter Felix Klein verurteilte die Reaktionen während des Auftritts von Noam Bettan beim ESC-Halbfinale. „Ich bedaure sehr, dass der Auftritt des israelischen Künstlers beim ESC-Halbfinale durch Pfiffe, Zwischenrufe und Sprechchöre mit unter anderem pro-palästinensischen Parolen gestört wurde“, sagte er der „Rheinischen Post“. Er wünsche den Mitwirkenden des ESC ebenso wie dem Publikum, „dass die Musik, die Show und die Unterhaltung im Vordergrund stehen und damit eben das, was den ESC auch seit jeher ausmache“.
Warnung vor politischer Vereinnahmung
Weiter erklärte Felix Klein: „Ich wünsche mir breiten Widerspruch gegen eine ungerechte Vereinnahmung dieses fröhlichen Festivals durch einzelne Politaktivisten und gegen eine unzulässige Haftbarmachung des israelischen Teilnehmers für das staatliche Handeln Israels.“
Reaktionen beim Halbfinale in Wien
Beim Auftritt von Noam Bettan am Dienstagabend im ersten Halbfinale des ESC waren in der Wiener Stadthalle Buhrufe und Pfiffe zu hören.
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