Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin fühlt sich die Sprecherin der Hinterbliebenen des islamistischen Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz, Astrid Passin, an das Weihnachtsmarkt-Attentat von 2016 erinnert. Die Vorsitzende des Vereins "Victims of Terrorism Germany" spricht von einem Schock für die Hinterbliebenen und betont die Bedeutung eines schnellen und geordneten Einsatzes der Sicherheitsbehörden.
„Es sind die gleichen Bilder wie damals“
Die Sprecherin der Hinterbliebenen des islamistischen Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz und Vorsitzende des Vereins „Victims of Terrorism Germany“, Astrid Passin, sieht deutliche Parallelen zwischen dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin und dem Weihnachtsmarkt-Attentat von 2016. „Die Nachricht hat uns einen Schock versetzt, denn es sind die gleichen Bilder wie damals“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
„Und wieder ist der Täter flüchtig. Es ist wichtig, ihn jetzt schnell zu finden – und möglichst ohne, dass ausländische Sicherheitsbehörden wieder Hilfe wie bei Anis Amri leisten müssen“, erklärte Passin dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Der Tunesier wurde 2016 auf der Flucht in Italien erschossen. „Die Hinterbliebenen haben ein starkes Angstgefühl“, so die Sprecherin gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Und das bewegt uns. Wir wollen jetzt da sein und Angebote schaffen.“
Erwartung an geordnete Abläufe von Polizei und Feuerwehr
Passin verwies im Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ auf Erfahrungen aus der Zeit nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz. „Nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz haben Polizei und Feuerwehr ihre Arbeitsabläufe angepasst. Wir haben das mit angeregt“, sagte sie. „Ich hoffe, dass das jetzt entsprechend funktioniert hat. Die Betroffenen müssen ein Gefühl der Sicherheit haben – und dass es geordnet zugeht. Das ist wichtig.“
Persönliche Betroffenheit
Die Sprecherin schilderte auch, wie sich die Situation für direkt Betroffene anfühlt. „Denn man weiß als Betroffener zunächst gar nicht, was passiert ist. Das Gefühl, dass der Liebste plötzlich weg ist, ist unfassbar“, sagte Passin dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Passins Vater war eines von 13 Todesopfern.
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