Die im Januar eingeführte Aktivrente führt offenbar zu mehr Beschäftigung von Altersvollrentnern in mittelständischen Unternehmen. Eine Auswertung des IT-Dienstleisters Datev zeigt für das erste Quartal ein deutliches Plus bei sozialversicherungsfrei arbeitenden Rentnern gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Mehr Rentner in mittelständischen Betrieben beschäftigt
Die zu Jahresbeginn gestartete Aktivrente, die Rentner zu mehr Arbeit verführen soll, entfaltet Wirkung. Mittelständische Unternehmen haben seit Januar deutlich mehr Rentner beschäftigt als vor einem Jahr. Das geht aus einer Auswertung des IT-Dienstleisters Datev hervor, über die die „FAZ“ berichtet.
Danach stieg die Beschäftigung von sozialversicherungsfrei arbeitenden Altersvollrentnern in mittelständischen Unternehmen im ersten Quartal des Jahres um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein im März betrug das Plus 3,2 Prozent. Einen solch starken Zuwachs habe es in den vergangenen Jahren nicht gegeben, so Datev.
Zusätzliche Erwerbstätigkeit in erheblichem Umfang
Datev schätzt, dass die mittelständischen Unternehmen im März Altersvollrentner im Umfang von rund 4.300 Vollzeitäquivalenten mehr beschäftigten als vor einem Jahr. „Weil Altersrentner im Durchschnitt rund zwanzig Wochenstunden arbeiten, reden wir wahrscheinlich von rund 9.000 zusätzlich erwerbstätigen Altersrentnern“, sagte Timm Bönke, der Chefvolkswirt von Datev.
Anreize durch steuerfreien Hinzuverdienst
Die schwarz-rote Koalitionsregierung hatte die Aktivrente im vergangenen Jahr beschlossen, um mehr Rentner zur Arbeit zu motivieren. Bis zu 2.000 Euro im Monat können Arbeitnehmer nun seit Januar steuerfrei zur regulären Altersrente hinzuverdienen. Datev, der IT-Dienstleister für die steuerberatenden Berufe, greift für die Analyse auf die Lohn- und Gehaltsabrechnungen von rund 5,5 Millionen Arbeitnehmern zurück, die die Genossenschaft anonymisiert und aggregiert auswertet.
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