Die AfD hat auf ihrem Bundesparteitag in Erfurt überraschend den Bundesschatzmeister ausgetauscht. In einer Kampfabstimmung setzte sich der Bundestagsabgeordnete Hannes Gnauck in drei Wahlgängen knapp gegen Amtsinhaber Carsten Hütter durch und übernimmt damit das Finanzressort der Partei. Hütter hatte das Amt seit 2020 inne.
Knappes Ergebnis nach drei Wahlgängen
Beim Bundesparteitag der AfD in Erfurt kam es am Samstag zu einer ungewöhnlich knappen und langwierigen Entscheidung über das Amt des Bundesschatzmeisters. In der Kampfabstimmung zwischen Bundestagsabgeordnetem Hannes Gnauck und dem langjährigen Amtsinhaber Carsten Hütter waren insgesamt drei Wahlgänge erforderlich, da in den ersten beiden Runden keiner der beiden Kandidaten die notwendige Mehrheit von 50 Prozent erreichte.
Im ersten Wahlgang lag Hütter mit 49,6 Prozent der Stimmen knapp vor Gnauck, der auf 46,0 Prozent kam. Auch im zweiten Durchgang gelang keinem der Kandidaten der Durchbruch: Beide erreichten knapp über 48 Prozent, wobei Gnauck plötzlich eine Stimme mehr als Hütter auf sich vereinte. Erst im dritten Wahlgang setzte sich Gnauck schließlich durch und kam auf 51,0 Prozent der Stimmen, womit er sich den Posten des Bundesschatzmeisters sicherte.
Wechsel an der Parteispitze der Finanzen
Carsten Hütter war seit 2020 Bundesschatzmeister der AfD und verantwortete damit über Jahre hinweg die Finanzen der Partei. Mit der Wahl von Hannes Gnauck übernimmt nun ein Abgeordneter des Bundestages diese Schlüsselposition. Gnauck war in der Vergangenheit unter anderem als Bundesvorsitzender der mittlerweile aufgelösten Jungen Alternative (JA) aktiv.
