Feuer gelöscht, doch Nachsorge und Munitionsreste bleiben Risiko
Nach einer Woche intensiver Löscharbeiten gilt der Waldbrand im Müritz-Nationalpark als unter Kontrolle. Umweltminister Till Backhaus (SPD) betonte auf einer Pressekonferenz in Dalmsdorf, dass das Feuer zwar nicht mehr aktiv brenne, aber noch nicht vollständig erloschen sei. Erst nach Abschluss der Nachsorge könne von einer vollständigen Löschung gesprochen werden, wie die Tagesschau berichtet. Die betroffene Fläche umfasst rund 400 Hektar, wobei Temperaturen zwischen 130 und 160 Grad gemessen wurden. Dies birgt weiterhin die Gefahr von Detonationen, da im Boden noch Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg und der DDR-Zeit lagern. Ein absolutes Betretungsverbot gilt für das Gebiet, wie der Landrat des Kreises Mecklenburgische Seenplatte, Thomas Müller (CDU), unterstrich. Er bezeichnete Versuche, die Fläche zu betreten, als unverantwortlich.
Brandursache bleibt rätselhaft
Während die Einsatzkräfte weiterhin gegen auflodernde Brandherde vorgehen, bleibt die Brandursache unklar. Landrat Müller vermutet jedoch, dass der Brand nicht natürlich entstanden sei, und verwies auf einen weiteren Großbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz im Nationalpark vor drei Wochen. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, wie die Tagesschau weiter berichtet.
Munitionsbelastung behindert Löscharbeiten
Laut Spiegel ist die Größe der betroffenen Fläche seit Samstag unverändert bei etwa 388 Hektar. Etwa 300 Einsatzkräfte sind derzeit im Einsatz, unterstützt von Wasserwerfern und einer Spezialeinheit aus Niedersachsen. Regen am Sonntagnachmittag hatte die Lage bereits entspannt, doch die Munitionsbelastung erschwert die Löscharbeiten weiterhin. Explosionen im Brandgebiet sind immer wieder aufgetreten, weshalb die Einsatzkräfte einen Sicherheitsabstand von rund 1.000 Metern einhalten müssen.
Granzin bleibt in Alarmbereitschaft
Die Evakuierung des Dorfes Granzin wurde zwar aufgehoben, doch eine erneute Räumung bleibt möglich, abhängig vom weiteren Verlauf des Brandes. Die Bevölkerung zeigte große Solidarität: Anwohner brachten Verpflegung zur Einsatzzentrale, und das Deutsche Rote Kreuz versorgte die Helfer mit Essen und Getränken.
Zwei neue Löschboxen für den Landkreis
Backhaus kündigte an, dass das Ministerium zwei weitere Löschboxen anschaffen werde, die im Forstamt Neustrelitz stationiert werden sollen. Zudem sicherte er zu, dass der Landkreis bei den Kosten nicht im Stich gelassen werde. Die Kreisregner, die rund 1.200 Hektar umstellen, bleiben zur Sicherheit stehen, werden aber vorerst nicht genutzt. Eine weitere Entscheidung dazu soll frühestens am Mittwoch fallen.
