In Griechenland, den Niederlanden und den USA wüten schwere Brände – Evakuierungen und Zerstörung.
In Griechenland hat sich die Lage bei den Waldbränden westlich von Athen leicht entspannt, doch eine Entwarnung gibt es weiterhin nicht. Wie die Westfälische Nachrichten unter Berufung auf die griechische Feuerwehr berichten, haben Löscharbeiten rund um die Uhr und kaum Wind dazu geführt, dass die Situation stabiler ist. Besonders kritisch bleiben die heißen Mittagsstunden, in denen sich aus Glutnestern erneut Brände entwickeln können. Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte dem Nachrichtensender ERTnews, dass bis zu 30 Löschhubschrauber und -flugzeuge im Einsatz sind, um die weit verteilten Glutnester in unzugänglichem Gelände zu bekämpfen. Rund 520 Feuerwehrleute, darunter auch Kräfte aus Frankreich und Rumänien, sowie Hunderte Freiwillige sind im Einsatz. Das Militär unterstützt mit schwerem Gerät, um Schneisen zu schlagen. Die Schäden sind groß: Hunderte Häuser wurden zerstört, und etwa 10.000 Hektar Fläche sind verbrannt. Zudem gab es fünf Tote, darunter zwei Piloten, deren Hubschrauber bei der Brandbekämpfung zusammengestoßen sind. Die Süddeutsche Zeitung berichtet zudem von 13 Festnahmen wegen fahrlässiger Brandstiftung. Auch auf der Insel Kefalonia wütet ein großer Waldbrand, der Evakuierungen nötig machte.
Großfeuer in den Niederlanden eskaliert
In den Niederlanden lodert seit Montag ein Großfeuer in einem Naturschutzgebiet nahe der deutschen Grenze. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, ist die Feuerwehr mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den Brand in De Rosmolen bei Oostrum zu bekämpfen. Drei Löschhubschrauber der Armee sind im Einsatz, und ein Campingplatz mit etwa 300 Urlaubern wurde vorsorglich evakuiert. Der Bahnverkehr zwischen Nimwegen und Venray wurde eingestellt, da die Einsatzkräfte auch an den Gleisen arbeiten. Anwohner wurden aufgefordert, wegen des starken Rauches Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Lage im Land gilt als stabil, doch die Situation bleibt angespannt.
USA erleben schlimmste Naturkatastrophe durch Brände
In den USA wüten im Nordwesten, insbesondere im Bundesstaat Washington, drei große Feuer. Wie die Tagesschau berichtet, wurden mindestens 60.000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. In der Region um die Stadt Spokane sind mindestens 600 Häuser zerstört worden. Gouverneur Bob Ferguson sprach von der „schlimmsten Naturkatastrophe“, die die Region je erlebt habe. Mehr als 900 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen, und der Notstand wurde ausgerufen. Bisher gibt es keine Meldungen über Tote oder Verletzte, doch die Behörden warnen, dass sich dies angesichts des Ausmaßes der Brände ändern könnte. Insgesamt sind in Washington derzeit mindestens 15 größere Waldbrände auf einer Fläche von über 1.000 Quadratkilometern aktiv.