In Sachsen, Hessen und Baden-Württemberg brennen Wälder – Löscharbeiten dauern an.
In mehreren Regionen Deutschlands kämpfen Einsatzkräfte weiterhin gegen Waldbrände. Besonders betroffen sind der Vogtlandkreis in Sachsen, der Ortenaukreis in Baden-Württemberg sowie der Main-Kinzig-Kreis in Hessen. Die Brände erschweren Glutnester und schwer zugängliches Gelände, wie die Süddeutsche Zeitung und der Merkur berichten. In einigen Gebieten dauern die Löscharbeiten noch Stunden oder sogar Tage an, da die Flammen immer wieder aufflammen und die Wasserversorgung in den Bergregionen problematisch ist.
3.000 Quadratmeter Wald in Lingen abgebrannt
Im niedersächsischen Lingen (Landkreis Emsland) sind rund 3.000 Quadratmeter Wald abgebrannt. Die Glutnester seien massiv, sagte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr der Süddeutschen Zeitung. Landwirte unterstützen die Löscharbeiten mit Güllefässern, um die Wasserversorgung zu sichern. Das Feuer war am frühen Mittwochmorgen ausgebrochen, die Lage gilt als unter Kontrolle. Auch im Vogtlandkreis bei Plauen in Sachsen ist ein Brand im Gebiet „Schwarzes Holz“ mit etwa sieben Hektar Fläche unter Kontrolle, die Löscharbeiten werden jedoch noch länger andauern, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Mehrere Waldbrände im Ortenaukreis wüten
Im baden-württembergischen Ortenaukreis brannten gleich mehrere Waldstücke. In Zell am Harmersbach sind rund 16 Hektar Wald betroffen, die Nachlöscharbeiten dauern an, wie der Merkur berichtet. Ein Brand nahe Biberach und Haslach an der Bundesstraße 33 wurde bereits gelöscht, der Verkehr konnte wieder freigegeben werden. In Gengenbach brach in der Nacht ein weiterer Brand aus, der zwei Wohnhäuser bedrohte und zur Evakuierung führte. Landwirte halfen mit Traktoren und wasserbefüllten Behältern bei der Löschung.
Brandstiftung vermutet im Main-Kinzig-Kreis
In Hessen brennt es im Main-Kinzig-Kreis bei Rodenbach. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, wie die Tagesschau berichtet. Das Feuer erstreckte sich auf einer Fläche von rund 55 Hektar. Die Wasserreserven wurden für die Brandbekämpfung benötigt, daher wurden die Bewohner mehrerer Orte aufgerufen, ihren Wasserverbrauch zu reduzieren. Zwischenzeitlich waren 700 Feuerwehrleute im Einsatz, die sich in Schichten ablösten, um die Glutnester zu bekämpfen. Auch zwischen Bad Schwalbach und Hohenstein stand ein Waldstück in Flammen, das am Morgen gelöscht werden konnte.
A7 wegen Waldbrand über zwölf Stunden gesperrt
In Nordhessen wirkte sich ein Waldbrand in Südniedersachsen auf die Autobahn A7 aus. Diese wurde am Montag wegen eines brennenden Waldstücks zwischen Göttingen und Kassel gesperrt, wie die Tagesschau mitteilte. Erst in der Nacht zum Dienstag konnte die A7 nach mehr als zwölf Stunden wieder freigegeben werden.