Außenminister Johann Wadephul (CDU) drängt nach seinem Ukraine-Besuch auf mehr Unterstützung für das Land im Krieg.
Gespräche mit Partnern und unsichere Zusagen
Er sei "fest entschlossen", jetzt nochmal "mit großer Klarheit, auch mit Eindrücklichkeit" mit mehreren Kollegen zu sprechen, damit das in den dortigen Regierungen nochmal abgewogen werde, sagte er im Deutschlandfunk. Wie aussichtsreich diese Bemühungen sind, könne er aber nicht mit Sicherheit sagen. "Also keiner der Gesprächspartner hat es abgelehnt, aber keiner der Gesprächspartner hat mir eine Zusage gemacht", so der Minister.
Das hänge von verschiedenen Bedingungen ab. So fürchte man in Südkorea etwa die Bedrohung aus Nordkorea. Auch Griechenland fühle sich nicht in einer hundertprozentig sicheren Situation. "Aber ich glaube, allen muss noch mal klar werden, dass in der Ukraine sehr viel mehr als nur, und das ist schon viel, natürlich die Souveränität und die Freiheit der Ukraine auf dem Spiel steht, sondern insgesamt für Europa und für die Welt, ob ein Aggressor sich wieder wird durchsetzen können, wie das ja leider auf der Welt jahrhundertelang geschehen ist." Man müsse bei der Unterstützung deshalb "auch ins Risiko gehen".
Darüber hinaus kündigte Wadephul an, mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio telefonieren zu wollen, um ihm seine Eindrücke aus der Ukraine zu schildern. Er werde ihn dabei auch nochmal bitten, aktiv zu werden. „Das war ja jetzt bisher im Wesentlichen in den Händen der beiden Herren Witkoff und Kushner. Möglicherweise kann ich ihn selber auch veranlassen, dort noch mehr zu machen.“