Volkswagen sieht nach einer Gewinnwarnung bei Porsche Handlungsbedarf. Laut Aufsichtsratsunterlagen sollen weitere 4.100 Stellen gestrichen werden – zusätzlich zu bereits vereinbarten Kürzungen. Die Aktien von VW, Porsche AG und Porsche SE gerieten unter Druck.
VW-Plan sieht zusätzliche Kürzungen vor
Unterlagen zum Aufsichtsratsbeschluss bei VW von Anfang September zeigen laut "Handelsblatt", wo Wolfsburg Lücken in den Sparplänen der Markengruppe "Sport Luxury" sieht. Für diese, zu der Porsche gehört, ist eine Reduktion um "rund 4,1 Tausend Mitarbeiter" vorgesehen. Allein bei den Gemeinkosten fehlten rund 700 Millionen Euro.
Der Plan soll ausdrücklich "zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen" gelten. Weil Porsche eigenständig agiert, kann VW die Maßnahmen nur empfehlen, nicht anordnen.
Gewinnwarnung und Aktienrückgang
Am späten Freitagnachmittag hatte Volkswagen seine Gewinnprognose für 2026 gekappt. Ein Hauptgrund war eine Wertberichtigung bei Porsche. Auch die Familienholding Porsche SE korrigierte ihre Prognose nach unten.
Die Aktien von Volkswagen, Porsche AG und Porsche SE verloren daraufhin deutlich an Wert.
Reaktionen und bisherige Vereinbarungen
Ein Porsche-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Der Betriebsrat war nicht erreichbar.
Porsche hatte bereits Ende Juli mit den Arbeitnehmern den Abbau von weiteren 5.000 Stellen vereinbart – zusätzlich zu rund 4.000 Stellen aus einem ersten Sparpaket.