Der Sozialverband VdK schlägt sich auf die Seite der Kritiker der Koalitionspläne zur Rente. Präsidentin Verena Bentele verlangt deutliche Verbesserungen am Reformpaket. Auch ostdeutsche Ministerpräsidenten lehnen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Jahren ab.
VdK-Präsidentin übt scharfe Kritik
Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, sagte der "Rheinischen Post": "Das Kabinett muss das Reformpaket noch deutlich verbessern, damit niemand unter die Räder kommt".
Dass einzelne Punkte nun noch einmal debattiert würden, sei "politisch herausfordernd, inhaltlich aber genau der richtige Weg", betonte sie.
"Die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Jahren und höhere Abschläge für vorgezogene Altersrenten waren von Anfang an eine Idee, die denen vor den Kopf stößt, die lange gearbeitet und lange eingezahlt haben."
"Das zeigt nicht nur einen Mangel an Verständnis für die Lebensplanung vieler Menschen. Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat sich seinen Ruhestand redlich verdient – dann ist der Akku bei vielen einfach leer."
Die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten wehren sich gegen die geplante Abschaffung der Rente ohne Abschläge nach 45 Versicherungsjahren. Für ihre Position erhalten sie Rückhalt, unter anderem von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.