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Startseite Deutschland & die WeltUkrainischer Botschafter kritisiert Westen: Kein Einfrieren des Kriegs
Deutschland & die Welt

Ukrainischer Botschafter kritisiert Westen: Kein Einfrieren des Kriegs

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 2. Dezember 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 2. Dezember 2025
Pro-Ukraine-Demo (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksij Makejew, hat dem Westen im Zusammenhang mit den aktuellen Friedensgesprächen mit Russland mangelnde Unterstützung für sein Land vorgeworfen. Die Ukraine sei zu Verhandlungen und einem Waffenstillstand bereit, brauche dafür jedoch klare Rückendeckung ihrer Verbündeten, nicht neutrale Vermittler, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). Zudem kritisierte der Diplomat die Forderung nach einem Einfrieren des Krieges als gefährliche Illusion.

„Bereit zu konkreten Verhandlungen“

Der ukrainische Botschafter in Deutschland Oleksij Makejew betonte, die Ukraine sei „bereit zu konkreten Verhandlungen und zu einem echten Waffenstillstand“, wie er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ sagte. „Aber in diesen Verhandlungen brauchen wir keine angeblich neutralen Vermittler, sondern Verbündete, die uns unterstützen und nicht Moskau, und die gemeinsam mit uns aus einer Position der Stärke verhandeln“, erklärte Makejew dem RND.

Der Botschafter verwies darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits im April 2025 angeboten habe, „einem bedingungslosen Waffenstillstand zuzustimmen und die Verhandlungen für einen dauerhaften Frieden in jedem Format fortzusetzen“, so Makejew gegenüber dem RND.

Kritik am „Einfrieren“ des Krieges

Die auch von der Bundesregierung geäußerte Forderung, man müsse den Krieg „einfrieren“, wies Makejew zurück. „Russlands imperialer Wahn lässt sich nicht einfrieren, nur die eigenen Überzeugungen und Werte“, sagte er dem RND. Bereits das Abkommen von Minsk von 2015 sei ein Versuch gewesen, den Krieg einzufrieren, habe aber keinen Frieden gebracht, so Makejew. „Am Ende entbrannte der größte Krieg in Europa seit 1945.“

Das Minsk-Abkommen sei damals gescheitert, weil der Westen „Angst vor einer klaren gemeinsamen Antwort auf die russische imperiale Bedrohung“ gehabt habe und stattdessen Druck auf die Ukraine ausübte, sagte der Botschafter dem RND. So habe der Westen die eigene Schwäche und Unentschlossenheit überdecken wollen. Schon damals sei die Ukraine zu weitgehenden Zugeständnissen gezwungen worden, während an Russland keine verbindlichen Forderungen gestellt worden seien.

„Jetzt versucht man, dasselbe Muster neu zu verpacken“, warnte Makejew im Gespräch mit dem RND: „Wieder Einfrieren, wieder Druck auf die Ukraine, wieder Illusion statt Verantwortung.“ Das sei keine Friedenspolitik, sondern „moralische Selbstentlastung auf Kosten derer, die jeden Tag für Freiheit und Sicherheit Europas sterben“, sagte er dem RND.

Reaktion der Bundesregierung

Am Montag hatte Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärt, die Bundesregierung sehe in Verhandlungen auf Basis des Frontverlaufs keine Anerkennung ukrainischer Gebietsverzichte. „Wir reden von einem Einfrieren des Krieges“, sagte er in Berlin. Damit sei aber keine Aussage über die Veränderungen der Grenzen getroffen.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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