Trinkwasser wird in Osnabrück ab dem 1. November deutlich teurer. Ein Singlehaushalt muss nach Berechnungen der Stadtwerke künftig mit rund 40 Euro Mehrkosten pro Jahr rechnen, eine vierköpfige Familie mit etwa 70 Euro. Neben dem Verbrauchspreis steigt auch der jährliche Grundpreis.
Wasserpreis steigt um gut 14 Prozent
Für 1.000 Liter Trinkwasser berechnen die Stadtwerke Osnabrück künftig 2,38 Euro brutto statt bisher 2,08 Euro. Das entspricht einer Steigerung des Verbrauchspreises um rund 14,4 Prozent. Hinzu kommt eine Erhöhung des Grundpreises um etwa 25 Euro jährlich.
Bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 50 Kubikmetern ergibt sich für einen Singlehaushalt auf ein volles Jahr gerechnet eine zusätzliche Belastung von etwa 40 Euro. Eine vierköpfige Familie, die 150 Kubikmeter verbraucht, zahlt demnach rund 70 Euro mehr. Die tatsächliche Mehrbelastung hängt vom Verbrauch ab.
Stadtwerke verweisen auf hohe Investitionen
Als Begründung nennen die Stadtwerke gestiegene Kosten für Betrieb und Unterhaltung sowie Investitionen in die Wasserversorgung. Die Netztochter will nach eigenen Angaben mit ihrem Programm „PROWasser“ mehr als 120 Millionen Euro in der Region investieren. Inwieweit einzelne Investitionen die jetzige Preisanpassung bestimmen, wird in der Mitteilung nicht aufgeschlüsselt.
Zu den Vorhaben gehören größere Wasserhochbehälter in Lüstringen und am Schinkelberg. Sie sollen bei Trockenheit und hohem Verbrauch zusätzliche Reserven bereitstellen. Außerdem ist ein neues Wasserwerk in Thiene mit einer rund 25 Kilometer langen Verbindungsleitung bis zum Piesberg vorgesehen. Allein für diese Projekte nennen die Stadtwerke Investitionen in hoher zweistelliger Millionenhöhe.
„Die Preisanpassung ist erforderlich, um diese hohe Versorgungsqualität langfristig sicherzustellen“, erklärt Tino Schmelzle, Geschäftsführer der SWO Netz. Das Unternehmen verweist auch auf die Herausforderungen durch den Klimawandel.
