Angesichts deutlich gestiegener Preise an den Tankstellen hat der Interessenverband der Tankstellen der Mineralölwirtschaft den Mineralölkonzernen Preistreiberei zulasten der Autofahrer vorgeworfen. Verbandssprecher Herbert Rabl kritisierte gegenüber der „Rheinischen Post“ die Darstellung, staatliche Abgaben seien für die aktuellen Preissprünge verantwortlich. Zugleich meldete der ADAC zur Mittagszeit einen deutlichen Anstieg des bundesweiten Durchschnittspreises für Super E10.
Interessenverband kritisiert Mineralölkonzerne
Der Interessenverband der Tankstellen der Mineralölwirtschaft reagierte auf deutliche Preissteigerungen an den Tankstellen am Mittwochmittag mit scharfer Kritik an den Mineralölkonzernen. Verbandssprecher Herbert Rabl warf den Unternehmen in der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe) Preistreiberei zulasten der Autofahrer vor. „Der einzige Preistreiber sind die hohen Spritpreise, die von den Konzernen aufgerufen werden, und in deren Folge die deshalb höhere Mehrwertsteuer“, sagte Rabl der „Rheinischen Post“.
Vorwurf eines „Verdummungsversuchs“
Die Behauptung, dass staatliche Abgaben und Kosten für die hohen Preise verantwortlich seien, wies Rabl entschieden zurück. Er kritisierte diese Darstellung als „respektlosen Verdummungsversuch von über 40 Millionen Autofahrern“. Weiter sagte er: „Jeder kann rechnen und sich an allen fünf Fingern abzählen, dass eine Steuer und eine CO2-Abgabe, die nicht verändert wurden, für derart massive Preiserhöhungen nicht verantwortlich sein kann.“ Die Zitate gab Rabl laut „Rheinischer Post“ ab.
Deutlicher Preissprung zur Mittagszeit
Die neue Regelung für Tankstellenpreise hat an ihrem ersten Geltungstag zu einem deutlichen Preissprung um mehr als vier Cent zur Mittagszeit geführt. Der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 kletterte am Mittwoch von 2,099 Euro kurz vor zwölf Uhr auf 2,147 Euro kurz danach, wie der Automobilclub ADAC mitteilte.
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