Seit Juni 2025 wurden im Bereich des Strotbaches neben dem Wellenfreibad in Drantum zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die sowohl dem Natur- und Klimaschutz als auch der Naherholung dienen. Jetzt konnte als nächster Projektabschnitt der neu geschaffene der Geh- und Radweg an diesem Fließgewässer offiziell freigegeben werden.
Renaturierung ist wichtige Investition für Stadt Melle
„Hier hat das Amt für Umwelt und Klimaschutz einen echten Mehrwert für die Natur und die Bevölkerung in Melle geschaffen“, betonte die Bürgermeisterin Jutta Dettmann. „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie ökologische Aufwertung und Lebensqualität Hand in Hand gehen können. Besonders freut mich, dass wir bislang ausschließlich positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten haben.“ Darüber hinaus würdigte Jutta Dettmann den erfolgreichen Projektverlauf: „Die Umsetzung ist nicht nur fachlich überzeugend gelungen, sondern auch organisatorisch vorbildlich verlaufen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt mit großem Engagement und Weitblick vorangetrieben haben. Solche Maßnahmen sind wichtige Investitionen in die Zukunft unserer Stadt – sie stärken die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels und schaffen zugleich attraktive Aufenthaltsräume für alle Generationen.“
Der Leiter des Amtes für Umwelt und Klimaschutz, Thilo Richter, bezeichnete das Vorhaben als „dankbare Aufgabe“. Es sei in heutiger Zeit nicht alltäglich, dass sich die Gelegenheit zur Renaturierung eines Gewässers biete. Unter dem Strich stehe ein tolles Ergebnis. „Spannend wird es, die zukünftige Entwicklung durch die Ansiedlung der Vegetation und der Tierarten dort zu beobachten“, sagte Richter weiter. „Ich bin gespannt, wie es im Sommer, aber auch in fünf Jahren dort aussehen wird.“
Projekt zielt auf Erhaltung des Lebensraumes ab
Was hatte es mit diesem Projekt konkret auf sich? Im Zuge der Maßnahme wurde der Strotbach aus seinem bisherigen Bachbett in die Fläche verlegt. In der Folge entstand ein naturnaher, mäandrierender Verlauf, der sich künftig eigenständig weiterentwickeln kann. Ein sogenanntes Initialgerinne gibt dabei die Richtung vor. Durch den gezielten Einbau von Totholz und Steinschüttungen wurden zusätzliche Strukturen geschaffen, die die ökologische Vielfalt fördern und die naturnahe Dynamik unterstützen. Die Arbeiten im Bereich der neu entstandenen Aue sind inzwischen abgeschlossen, sodass sich der Lebensraum nun eigenständig entfalten kann. In den kommenden Wochen folgt die Ansaat der Wiesenflächen mit regionalem Saatgut. Ziel ist die Entwicklung eines artenreichen Grünlandes mit zahlreichen Blühpflanzen. Ergänzend wird ein Wildschutzzaun errichtet, um die Strauchpflanzungen vor Verbiss zu schützen. Diese sowie einige verbleibende Restarbeiten sollen im Frühjahr 2026 abgeschlossen werden.
Für Besucherinnen und Besucher eröffnet
Nach den niederschlagsreichen Wintermonaten konnte nun auch der Geh- und Radweg freigegeben werden. Die wassergebundene Wegedecke ist durch die trockene Witterung ausreichend ausgehärtet. Kleinere Nacharbeiten wurden inzwischen abgeschlossen, sodass die Verbindung zwischen Else und der Straße „Am Wellenbad“ nun uneingeschränkt genutzt werden kann. Der Bereich ist damit offiziell für Besucher geöffnet. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich vor Ort ein Bild von der gelungenen Maßnahme zu machen und den neuen Naturraum zu erleben.
Maßnahme wichtig für den regionalen Klimaschutz
Die Maßnahmen am Strotbach leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel. Neben der Stärkung natürlicher Ressourcen ist ein attraktives Naherholungsangebot entstanden, das insbesondere an heißen Sommertagen durch die kühlende Wirkung der Auenlandschaft eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Die Umgestaltung des Strotbaches und des Grönenbergparks ist Teil eines umfassenden Projektes zur Weiterentwicklung innerstädtischer Freiräume. Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesinstitut für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Rahmen des Programms „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“. Weitere Informationen zum Strotbach erhalten Interessierte im Internet.
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