Das Auswärtige Amt sperrt sich offenbar gegen die Rückkehr von zwei hochrangigen Beamten aus dem Bundespräsidialamt. Betroffen sind Amtsleiterin Dörte Dinger und Wolfgang Silbermann, Chef der Auslandsabteilung. Beide wollen nach dem Ende von Frank-Walter Steinmeiers Amtszeit ins Außenministerium zurück.
Kein Rückkehrrecht für ehemalige Tarifangestellte
Laut "Spiegel" verweist das von Johann Wadephul (CDU) geführte Ressort in Gesprächen mit dem Präsidialamt darauf, dass Dinger und Silbermann kein Rückkehrrecht hätten. Begründet wird dies damit, dass beide im Auswärtigen Amt als Tarifangestellte beschäftigt waren. Erst im Präsidialamt wurden sie verbeamtet und stiegen in hohe Besoldungsgruppen auf.
Quereinsteiger wie Dinger und Silbermann werden von verbeamteten Diplomaten kritisch beäugt, weil sie nicht die Attaché-Ausbildung durchlaufen haben und interessante Posten wegnehmen könnten.
Dem Bericht zufolge haben die beiden intern signalisiert, mit einem Botschafterposten unterhalb ihrer jetzigen Besoldungsgruppe zufrieden zu sein. Steinmeier soll sich für seine engen Mitarbeiter eingesetzt haben.
Am Ende liegt die Entscheidung bei Wadephul. Es deutet derzeit nichts darauf hin, dass er die Steinmeier-Vertrauten aufnimmt.