Die Steuereinnahmen in Deutschland sind im Mai 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums erhöhten sich die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,2 Prozent. Wesentlichen Anteil hatten dabei die Gemeinschaftsteuern, während einzelne Bundessteuern und die Grunderwerbsteuer rückläufig waren.
Deutlicher Zuwachs bei den Gemeinschaftsteuern
Nach dem am Dienstagmorgen veröffentlichten Monatsbericht für Juni des Bundesfinanzministeriums legten die Steuereinnahmen im fünften Monat des Jahres insgesamt um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Den größten Anteil zum steigenden Steueraufkommen trugen dabei die Gemeinschaftsteuern bei.
Die Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern stiegen im Mai 2026 im Vorjahresvergleich kräftig um 9,9 Prozent. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums ist dies neben der „üblichen unterjährigen Volatilität“ auch auf Einmaleffekte zurückzuführen. Alle gemeinschaftlichen Steuerarten verzeichneten Aufkommenszuwächse.
Bundessteuern mit leichten Zuwächsen
Die Einnahmen aus den Bundessteuern erhöhten sich im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent. Der Anstieg ging maßgeblich auf die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag infolge des Anstiegs seiner Bemessungsgrundlagen zurück. Daneben erhöhte sich unter den gewichtigen Bundessteuern auch das Aufkommen aus der Versicherungsteuer sowie der Stromsteuer.
Dagegen waren die Einnahmen aus der Kfz-Steuer und der Tabaksteuer niedriger als im Mai 2025. Das Aufkommen aus der Energiesteuer ging leicht zurück. Das Aufkommen der Energiesteuer auf Sonstige, was überwiegend auf die Besteuerung von Kraftstoffen zurückgeht, war um knapp vier Prozent rückläufig. Da die Bemessungsgrundlage der Energiesteuer an die verbrauchten Mengen anknüpft, „indiziert dies somit einen Mengenrückgang“, so das Bundesfinanzministerium in seinem Bericht.
Unterschiedliche Entwicklung bei den Ländersteuern
Die Einnahmen aus den Ländersteuern stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,8 Prozent. Während die Erbschaftsteuer einen merklichen Aufkommenszuwachs verbuchte, war das Aufkommen aus der Grunderwerbsteuer niedriger als im Mai 2025.
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