Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic wirft US-Präsident Donald Trump in der Iran-Krise Eskalation und Hilflosigkeit vor. Anlass sind Trumps Pläne, eine Abgabe für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben, die Ahmetovic als politische Instrumentalisierung der freien Schifffahrt kritisiert.
Ahmetovic: „Nächster Akt der Eskalation“
Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic sieht in der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, künftig eine Abgabe für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben, ein Zeichen der Hilflosigkeit. „Trumps Ankündigung ist der nächste Akt der Eskalation in einer Situation der Verzweiflung, weil er sich im Iran-Krieg verrannt hat“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion der Funke-Mediengruppe.
Es brauche nun auf allen Seiten Deeskalation statt neuer Provokationen, betonte Ahmetovic gegenüber der Funke-Mediengruppe.
Kritik an Instrumentalisierung der Schifffahrt
Die Freiheit der Schifffahrt in internationalen Gewässern dürfe weder politisch instrumentalisiert noch wirtschaftlich ausgebeutet werden, fügte Ahmetovic hinzu. Das gelte für den Iran und sein Regime sowie für den US-Präsidenten.
Warnung vor weiterer Zuspitzung des Konflikts
Der SPD-Bundestagsabgeordnete warnte mit Blick auf die aktuelle Lage: „Wenn der Konflikt weiter außer Kontrolle gerät, wird die Straße von Hormus nicht der einzige gefährliche Krisenherd bleiben. Deshalb müssen die europäischen Nato-Länder zusammen mit ihren globalen Partnern alles daransetzen, eine Ausweitung des Krieges zu verhindern“, sagte Ahmetovic der Funke-Mediengruppe.
