Der klimapolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jakob Blankenburg, hat sich vom Entwurf eines neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes distanziert und Änderungen angekündigt. Er betonte, bei dem bisherigen Entwurf handele es sich lediglich um politische Eckpunkte, nicht um ein fertiges Gesetz. Zugleich unterstrich er die Notwendigkeit, soziale Ausgewogenheit und Wirksamkeit der Reform in der weiteren Ausarbeitung zu sichern.
SPD-Politiker fordert Nachbesserungen am Gesetzesentwurf
Jakob Blankenburg
Die Sozialdemokraten, die in der letzten Legislatur das Gebäudeenergiegesetz mit beschlossen haben, hadern nach seinen Worten mit dem, worauf sich die Koalition für eine Reform geeinigt hat. "Als SPD hätten wir uns einen anderen Weg gewünscht", sagte Blankenburg. Aber die meisten Menschen in Deutschland hätten in der Bundestagswahl mit ihrem Kreuz für eine Abkehr vom bisherigen Gesetz gestimmt. "Wir arbeiten mit dem, was da ist und nehmen die Herausforderung an, nun dafür zu sorgen, dass aus diesen politischen Eckpunkten ein Gesetz wird, das trägt."
„Weg von Öl und Gas, hin zu erneuerbarer Wärme“
Zur grundsätzlichen Richtung der Reform äußerte sich Blankenburg eindeutig: Die Richtung sei klar, sagte er: "weg von Öl und Gas, hin zu erneuerbarer Wärme". Damit müsse auch keiner mehr abwarten, die Förderung für erneuerbare Heizungen laufe weiter. "Die Entscheidung ist zweifelsfrei: Fossile Heizungen werden absehbar zur Kostenfalle. Die Fernwärme oder die Wärmepumpe sind die vernünftigste Entscheidung."
Förderung und Mieterschutz im Fokus
Blankenburg nannte zwei Bereiche, in denen er Änderungsbedarf sieht: Die Förderung müsse gerechter werden und bei denen ankommen, die sie wirklich bräuchten. "Wem die Heizung kaputt geht, der darf nicht aus Geldmangel auf eine Gastherme angewiesen sein", erklärte er.
Zugleich hob Blankenburg den Mieterschutz hervor. Die 58 Prozent der Menschen in Deutschland, die zur Miete wohnen, könnten nicht über die Heizung im Keller entscheiden, trügen aber die Rechnung. "Wenn Vermieter entscheiden dürfen, müssen Vermieter auch Verantwortung übernehmen", sagte Blankenburg den Funke-Zeitungen. Wie konkret der Mieterschutz im neuen Gesetz aussehen soll, führte er aber nicht aus.
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