# Sozialverband fordert Übergewinnsteuer für krisenprofitierende Mineralölkonzerne Datum: 25.04.2026 00:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/sozialverband-fordert-uebergewinnsteuer-fuer-krisenprofitierende-mineraloelkonzerne-706548/ --- Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert angesichts hoher Spritpreise eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne und kritisiert zugleich den beschlossenen Tankrabatt der Bundesregierung. SoVD-Chefin Michaela Engelmeier wirft der Branche vor, Krisen für "fette Gewinne" zu nutzen, während die Bürger an den Zapfsäulen belastet würden. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) kündigte an, sich weiter für eine solche Steuer einzusetzen, obwohl die EU-Kommission eine EU-weite Lösung derzeit nicht verfolgt. ## SoVD fordert Übergewinnsteuer Sozialverband-Chefin Michaela Engelmeier fordert mit Blick auf die hohen Spritpreise die Einführung einer „Übergewinnsteuer“ für Mineralölkonzerne. „Es kann einfach nicht sein, dass Konzerne Krisen nutzen, um sich die Taschen zu füllen“, sagte Engelmeier der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Die Mineralölbranche mache „fette Gewinne“ und die Bürger bezahlten dies an den Zapfsäulen, sagte sie weiter. „Hier muss endlich als regulierende Maßnahme konkret über die Abschöpfung von Übergewinnen diskutiert werden.“ ### Kritik am Tankrabatt Skeptisch bewertet Engelmeier den am Freitag beschlossenen „Tankrabatt“. Grundsätzlich sei es zwar gut, dass die Bundesregierung mit diesen Maßnahmen versuche, Bürger zu entlasten. „Den Tankrabatt halten wir allerdings für eine teure und zudem nicht zielgerichtete Gießkannenlösung, die Porschefahrern mehr hilft als Polofahrerinnen“, sagte sie der „Rheinischen Post“. ### Klingbeil für Übergewinnsteuer, EU-Kommission bremst Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte am Freitag, er werde sich weiterhin für eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne einsetzen. Die EU-Kommission hatte zuvor allerdings klargestellt, dass sie nicht an der Umsetzung einer EU-weiten Abschöpfung von „Übergewinnen“ arbeitet. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück