Der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow hat im Zuge einer angekündigten Kabinettsumbildung sein Amt verloren. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Regierungsumbildung, der bereits die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zum Opfer gefallen ist und die mit dem Rücktritt der gesamten Regierung ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte.
Fedorow verliert Verteidigungsressort
Der bisherige Verteidigungsminister Mychailo Fedorow hat seinen Posten im Zusammenhang mit der Kabinettsumbildung räumen müssen. „Es war mir eine große Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen“, schrieb er am Mittwoch bei Telegram (Quelle: Telegram).
Fedorow veröffentlichte nach eigenen Angaben eine ausführliche Aufstellung seiner bisherigen „Erfolge“. Zugleich kündigte er an, sich weiterhin für die Verteidigung des Landes einsetzen zu wollen. Er wolle weiter an der Mission arbeiten, „den Feind durch Asymmetrie, Innovationsgeschwindigkeit und organisatorische Stärke zu besiegen“ (Quelle: Telegram).
Medienberichten zufolge wird Fedorow durch den bisherigen Innenminister Ihor Klymenko ersetzt. Eine offizielle Bestätigung dieser Personalie wird in den Berichten nicht zitiert.
Umfassende Regierungsumbildung
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits am Wochenende eine umfassende Regierungsumbildung angekündigt. In deren Zuge verlor auch ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko ihr Amt.
Das ukrainische Parlament stimmte am Dienstag dem Rücktritt der gesamten Regierung zu. Beim Posten des Verteidigungsministers und des Außenministers hat Selenskyj das Vorschlagsrecht.
Rolle des Präsidenten bei Schlüsselressorts
Mit dem Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums nutzt Selenskyj diese Befugnis im Rahmen der breiteren Neuaufstellung der Regierung. Die Umbildung umfasst neben dem Verteidigungsressort mehrere zentrale Positionen in der ukrainischen Führung.
