Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hält seine Kritik an der geplanten Abschaffung der Rente mit 63 für legitim. Er begrüßt zwar das vorliegende Reformpaket, betont aber die Notwendigkeit einer Diskussion über Alternativvorschläge.
Kritik nicht zu spät geäußert
Die Entscheidung über die Abschaffung der Rente mit 63 werde erst nach der Sommerpause durch die Politik fallen, sagte Schulze der "Bild" (Donnerstagausgabe). Deshalb sei seine Kritik nicht zu spät.
Er sei überzeugt, dass es legitim sei, über Vorschläge zu diskutieren, wie man Dinge anders machen sollte.
Schulze ermahnte die Bundesregierung, sich an ihre eigenen Verabredungen zu halten. Die Beibehaltung der 45 Arbeitsjahre stehe im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD.
Zudem verwies er auf die Situation in Sachsen-Anhalt: Im Jahr 2025 hätten rund 36 Prozent der Rentner Abschläge in Kauf genommen, weil sie das reguläre Renteneintrittsalter nicht erreicht hätten.