Im Krieg zwischen Russland und der Ukraine gelten mittlerweile rund 100.000 ukrainische Soldaten als vermisst. Darauf weisen Aussagen der ukrainischen Parlamentsabgeordneten Anna Purtowa hin, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Die Politikerin beklagt schwere Verstöße Russlands gegen die Genfer Konvention und fordert verstärkten internationalen Druck.
Zehntausende Soldaten vermisst
Im Krieg zwischen Russland und der Ukraine gelten mittlerweile etwa 100.000 ukrainische Soldaten als vermisst. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf die ukrainische Parlamentsabgeordnete Anna Purtowa.
„Wir wissen nicht, wie viele von ihnen als Kriegsgefangene in russischem Gewahrsam sind“, sagte die Politikerin laut Funke-Mediengruppe. Laut der Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen müssten Kriegsparteien die Namen von Gefangenen mitteilen. Das geschehe aber nicht.
Familien in jahrelanger Ungewissheit
Purtowa setzt sich nach Angaben der Funke-Mediengruppe für Veteranen und für die Familien von vermissten ukrainischen Soldaten und Kriegsgefangenen ein. Manche Familien lebten jetzt schon mehr als vier Jahre in Ungewissheit. „Für sie ist es das Härteste, nicht zu wissen, ob ihre Angehörigen noch leben und wo sie abgeblieben sind“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Vorwürfe schwerer Verstöße gegen Genfer Konvention
Die Abgeordnete wirft Moskau laut Funke-Mediengruppe auch aus anderen Gründen vor, sich nicht an die Genfer Konvention zu halten: Russland müsste dem Roten Kreuz Zugang zu den Kriegsgefangenenlagern ermöglichen. Das geschehe nicht. Ukrainische Kriegsgefangene seien systematisch Folter, Mangelernährung und demütigender Behandlung ausgesetzt.
„Es braucht internationalen politischen Druck, damit sich das ändert“, fordert die Abgeordnete, die für die Regierungspartei „Diener des Volkes“ im Parlament sitzt, gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
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