Die spanische Polizei hat mit Unterstützung von Europol ein kriminelles Netzwerk im westlichen Mittelmeer zerschlagen. Dabei wurden 78 Verdächtige in Spanien und Algerien festgenommen, darunter drei als besonders gefährlich eingestufte Personen.
Durchsuchungen und Beschlagnahmungen in Spanien
Die Ermittler durchsuchten 17 Standorte in Spanien, darunter Alicante, Almería, Cartagena und Murcia. Dabei sicherten sie 18 Hochgeschwindigkeitsboote, einen Revolver, eine simulierte Maschinenpistole, Munition sowie über 25.000 Euro in bar. Zudem wurden 15.000 MDMA-Pillen, 61 Kilogramm Haschisch und 500 Gramm Kokain beschlagnahmt. Auch Kommunikationsgeräte wie Satellitentelefone und GPS-Geräte wurden sichergestellt.
Laut Europol operierte das Netzwerk wie ein Logistikunternehmen und bot anderen kriminellen Gruppen Dienstleistungen an. Es soll den Transport und die Lagerung von illegalen Waren und Personen organisiert haben, wobei es auf eine Flotte von sogenannten Geister-Schnellbooten zurückgriff, die in Spanien verboten sind. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Netzwerk auch in Erpressung und Geldwäsche verwickelt war.