RTL Deutschland will nach der Genehmigung der Europäischen Kommission für die Übernahme von Sky Deutschland seine Streaming- und Pay-TV-Reichweite deutlich ausbauen. RTL-Chef Thomas Rabe nennt ein langfristiges Ziel von 15 Millionen Abonnenten für RTL+, Sky und Wow. Zugleich kündigt er im Zuge der Integration von Sky Deutschland einen Personalabbau an, um Doppelstrukturen zu reduzieren.
Rabe sieht Wachstumspotenzial bei Abonnentenzahlen
Vorstandschef Thomas Rabe, Chef von Bertelsmann, zu denen die RTL-Gruppe gehört, sagte dem „Handelsblatt“, 15 Millionen Abonnenten bei RTL+, Sky und Wow seien langfristig möglich. „Damit wären wir statistisch in jedem dritten Haushalt in Deutschland vertreten, das wäre eine sehr gute Marktdurchdringung.“ Aktuell kommen die Plattformen eigenen Angaben zufolge auf zusammengenommen 12,3 Millionen Abonnenten.
Zusammenführung der Sender mit Stellenabbau
Gleichzeitig kündigt Rabe im Hinblick auf die Zusammenführung der Sender einen Personalabbau an. „Es wird zu einer Zusammenführung der Organisationen kommen, und damit auch zu einer Verschlankung“, sagte Rabe dem „Handelsblatt“. „Wir werden Doppelstrukturen abbauen, das wird auch Auswirkungen auf das Personal haben.“
EU-Kommission genehmigt Übernahme von Sky Deutschland
Hintergrund ist die Entscheidung der Europäischen Kommission, die am Dienstag die Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Deutschland genehmigt hat. RTL hatte die Kaufabsicht im Juni 2025 bekannt gegeben. Der Kaufpreis beträgt rund 150 Millionen Euro in bar, hinzu kommt eine variable Komponente, die an den Aktienkurs der RTL Group gekoppelt ist. Je nach Kursentwicklung könnten für RTL noch bis zu 377 Millionen Euro zusätzlich fällig werden. Sky gehört bislang zum amerikanischen Medienkonzern Comcast.
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