Der Rentenbeitrag für Durchschnittsverdiener dürfte im Jahr 2028 deutlich steigen. Nach einer neuen Finanzprognose der Deutschen Rentenversicherung erhöht sich der Beitrag gegenüber 2027 voraussichtlich um rund 1.040 Euro pro Jahr, wie Rentenexperte Martin Werding dem „Handelsblatt“ sagte. Gleichzeitig werden auch die Arbeitgeber stärker belastet, da sie die andere Hälfte des Rentenbeitrags tragen.
Deutlicher Anstieg der Rentenbeiträge ab 2028
Der Rentenbeitrag für Durchschnittsverdiener steigt 2028 gegenüber 2027 voraussichtlich um ca. 1.040 Euro pro Jahr. Das geht aus der neuen Finanzprognose der Deutschen Rentenversicherung hervor, wie der Rentenexperte im Sachverständigenrat, Martin Werding, dem „Handelsblatt“ sagte. Pro Monat ergebe sich ein Plus von 87 statt 84 Euro. Entsprechend erhöhe sich auch der Beitrag der Arbeitgeber, die die andere Hälfte des Rentenbeitrags bezahlen.
Höhere Beitragseinnahmen der Rentenversicherung
Die gesamten Beitragseinnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung kletterten binnen eines Jahres um rund zwei Milliarden Euro. Sie steigen von rund 29 Milliarden Euro im Jahr 2027 auf rund 31 Milliarden Euro im Jahr 2028, sagte Werding dem „Handelsblatt“.
Demografische Dynamik als Hauptursache
„Das Problem liegt aber nicht in der Korrektur des für 2028 erwarteten Beitragssatzes, sondern in der demografisch bedingten Dynamik, die mit dem sprunghaften Anstieg beginnt“, sagte der Wirtschaftsweise Werding laut „Handelsblatt“. Nach der neuen Frühjahrsprognose der Deutschen Rentenversicherung, über die das „Handelsblatt“ berichtet, steigt der Beitragssatz 2028 auf fast 20 Prozent – konkret würde er dann bei 19,9 Prozent liegen – statt wie noch im Herbst 2025 kalkuliert bei 19,8 Prozent. Bis dahin würde der Beitragssatz bei den aktuell geltenden 18,6 Prozent stagnieren.
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