Obduktion deutet auf Ertrinken hin – keine Hinweise auf Gewalttat
In Preetz im Kreis Plön ist am Donnerstagvormittag ein totes Kleinkind in einem Garten aufgefunden worden. Wie der NDR und der Spiegel berichten, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die seit Mittwochmittag vermisste dreijährige Bella S. Die Eltern hatten das autistische Mädchen, das zudem seh- und hörbehindert war, als vermisst gemeldet. Zahlreiche Einsatzkräfte, darunter Polizei, Feuerwehr und freiwillige Helfer, hatten bis in die Nacht hinein nach dem Kind gesucht, unterstützt von Drohnen, Spürhunden und einem Hubschrauber. Das Suchgebiet umfasste die gesamte Preetzer Innenstadt sowie anliegende Freiflächen und Kleingartenanlagen.
Todesermittlung nach Ertrinken in Pool
Laut dem Tagesspiegel und der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wurde das Mädchen in einer poolähnlichen Anlage auf dem Grundstück der Eltern gefunden. Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht, wie der NDR schreibt. Die Obduktion ergab jedoch, dass das Kind wahrscheinlich ertrunken ist, wie der Tagesspiegel unter Berufung auf Oberstaatsanwalt Michael Bimler berichtet. Hinweise auf eine Gewalttat oder Fremdverschulden gebe es nicht. Dennoch wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um alle Umstände zu klären. Auch die Frage einer möglichen Verletzung der Aufsichtspflicht wird geprüft, wie eine Polizeisprecherin dem NDR mitteilte.
SPD-Bürgermeisterin würdigt Hilfsbereitschaft
Die zweite stellvertretende Preetzer Bürgermeisterin Anke Johanßon (SPD) äußerte ihr tiefes Beileid für die Familie und lobte die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, wie der NDR weiter berichtet. Die Suche hatte sich auf das nahe Umfeld des Wohnortes konzentriert, da das Mädchen aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen als besonders gefährdet galt. Die Eltern hatten den Beamten mitgeteilt, dass Bella ängstlich sei und sich gerne verstecke, weshalb Anwohner gebeten wurden, in Gartenhäusern oder -lauben nachzuschauen.