Die frühere Grünen-Spitzenkandidatin für das Rote Rathaus, Renate Künast, hat die Eignung des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) massiv infrage gestellt. In einem Interview wirft sie ihm mangelndes Krisenmanagement und Unehrlichkeit vor und sagt der Berliner CDU gravierende Glaubwürdigkeitsprobleme voraus. Zudem kritisiert sie die bisherige Bilanz Wegners in zentralen Politikfeldern wie Bildung, Verkehr, Tourismus und Stadtentwicklung scharf.
Zweifel an charakterlicher Eignung Wegners
Die frühere Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast stellt die Eignung des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) infrage. „Bei einem Bürgermeister, der angesichts frierender Kinder oder alter Menschen, die sich nicht mal selber eine warme Suppe machen können, quasi das Krisenmanagement verweigert und darüber noch lügt, steht die Frage der charakterlichen Eignung im Raum“, sagte Künast der „Rheinischen Post“.
„Verzweiflung der CDU-Mitglieder so groß“
Nach Ansicht von Künast ist die Stimmung in der Berliner CDU angespannt. Die Verzweiflung der CDU-Mitglieder sei so groß, dass man jederzeit „mit allem“ rechnen müsse – auch mit dem Ende der Spitzenkandidatur von Wegner. Parteimitglieder würden sich inzwischen schämen, an Haustüren zu klingeln. Dass es der Berliner Union um die Menschen in der Stadt gehe, um ihre Jobs und die Zukunft ihrer Kinder, werde die CDU mit Wegner nicht mehr darstellen können.
Kritik an Politik in zentralen Bereichen
Künast wirft Wegner und der Berliner CDU inhaltliches Versagen in verschiedenen Politikfeldern vor. Ob bei guten Schulen, sicheren Verkehrswegen gerade für Kinder, mehr Attraktivität für Touristen oder der Erhaltung von öffentlichen Räumen wie dem Tempelhofer Feld – bei allen Themen habe Wegner mit seiner CDU versagt, sagte Künast der „Rheinischen Post“.
