In Osnabrück gab es eine erneute Protestaktion vor der JohannisBier-Stube in der Johannisstraße. Nach Angaben des AfD-Kreisverbands Osnabrück-Stadt versammelten sich am vergangenen Freitag (19. Juni) Beteiligte der Kampagne „Den Rechten die Räume nehmen“ vor dem Lokal, in dem die Partei früher Veranstaltungen durchgeführt hatte.
Zwischen Protest und Druck
Nach Darstellung der AfD sei der Zugang zur Gaststätte zeitweise blockiert oder deutlich erschwert worden. Gäste hätten das Lokal nicht ungestört betreten können. Der Kreisvorsitzende Florian Meyer kritisiert die Aktion deutlich: „Demonstrationen gegen unsere Partei und auch deutliche Kritik an unseren politischen Positionen müssen wir in einer Demokratie aushalten. Nicht akzeptabel ist es jedoch, wenn Gastwirte und deren Gäste unter Druck gesetzt werden. Politischer Protest darf nicht zur wirtschaftlichen Einschüchterung werden.“
Vorwurf der Einschüchterung
Laut AfD habe es bereits mehrfach ähnliche Aktionen vor dem Lokal gegeben. Der Kreisverband sieht darin nicht nur Protest gegen die Partei, sondern auch Druck auf Gastronomen, die Räume zur Verfügung stellen. Meyer erklärte dazu: „Wer Gaststätten gezielt aufsucht, Zugänge blockiert und potenzielle Gäste abschreckt, nimmt mögliche wirtschaftliche Schäden zumindest billigend in Kauf! Damit soll offenbar ein Klima geschaffen werden, in dem sich kein Wirt mehr traut, Räume für eine demokratisch gewählte Partei bereitzustellen. Das ist kein Beitrag zur politischen Auseinandersetzung, sondern ein Versuch, Andersdenkende gesellschaftlich auszugrenzen.“
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