Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Karin Prien hat die Partei zur Geschlossenheit hinter Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz aufgerufen. Die Spitzen der Partei stünden ungeachtet der Wahlausgänge am Sonntag zu Merz, sagte sie den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.
Appell an die Partei
"Ich gehe davon aus, dass wir im CDU-Präsidium im Konrad-Adenauer-Haus die Wahlen gemeinsam verfolgen und analysieren und dann am Sonntagabend zu keinem anderen Ergebnis kommen werden als heute: Wir stehen zum Kanzler", sagte die Bildungsministerin den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitagausgaben).
Prien rief die CDU dringend auf, innerparteiliche Debatten zu beenden. "Es ist eine Illusion zu glauben, dass die strukturellen Probleme, die wir haben, durch einen Personalwechsel wie weggepustet wären". "Ich appelliere an meine Partei, nun geschlossen den Bundeskanzler zu stärken und zu stützen."
Stimmung in der Partei
Die CDU sei insgesamt nervös und erschöpft, so Prien. "Unsere CDU-Mitglieder, unsere Abgeordneten und Anhänger sind ähnlich wie die Gesellschaft insgesamt wundgescheuert, nervös, erschöpft. Das Gefühl mangelnder Selbstwirksamkeit ist groß. Das Gefühl der Ohnmacht ist da".
"Wer steile Thesen in die Welt setzt, erfährt kurz eine vermeintliche Wirksamkeit, so kommt man halt ins Fernsehen". "Wir sind im Moment als Partei ziemlich aufgewühlt."