Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Yasmin Fahimi, verlangt von der Bundesregierung umfangreiche Entlastungen bei den Energiekosten. Deutschland sei ein Hochpreisland, was heute kontraproduktiv sei, sagte sie der Rheinischen Post.
Steuersenkungen und Übergewinnabgabe gefordert
Der Staat sollte nach Ansicht Fahimis die Energie- und Mineralölsteuern senken. Zudem müsse die Stromsteuer flächendeckend auf das europäische Mindestmaß reduziert werden. Der Staat dürfe nicht an steigenden Energiepreisen mitverdienen, die für viele Betriebe und Menschen ein echtes Problem seien.
Als Lösung für die hohen Tankkosten schlägt Fahimi einen Spritpreisdeckel vor. Zugleich brauche es eine "Übergewinnsteuer", um mögliche Extragewinne der Mineralölwirtschaft abzuschöpfen.
Forderung nach zweiter Gaspreisbremse
Mit Blick auf den Winter verlangt die DGB-Vorsitzende eine Begrenzung der Gaskosten. "Wir brauchen auch eine zweite Gaspreisbremse, denn viele wissen nicht, wie sie ihr Heizgas bezahlen sollen", sagte Fahimi der Rheinischen Post.