Die Passagierzahlen an deutschen Flughäfen haben im Mai nahezu stagniert, während der Luftfrachtverkehr leicht zulegte. Der Flughafenverband ADV meldete nur ein minimales Plus bei den Reisenden, aber ein deutliches Wachstum beim Cargo-Aufkommen im Vergleich zu den Vorjahren. Gleichzeitig ging die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen zurück, und vor allem der innerdeutsche Verkehr blieb hinter dem Vorjahr zurück.
Passagieraufkommen weiter unter Vorkrisenniveau
An den deutschen Flughäfen wurden im Mai 19,77 Millionen Reisende gezählt, teilte der Flughafenverband ADV am Mittwoch mit. Das entspricht einem Anstieg von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Mai 2019, also vor der Coronakrise, fehlen damit weiterhin 11,5 Prozent der Reisenden, so der ADV.
Mehr Fracht, weniger Flugbewegungen
Anders als im Passagierverkehr entwickelte sich der Frachtbereich. Das Cargo-Aufkommen an den deutschen Flughäfen betrug im Mai 412.775 Tonnen, was einem Wachstum von 1,6 Prozent gegenüber Mai 2025 entspricht. Im Vergleich zu 2019 stieg das Cargo-Aufkommen um 2,1 Prozent, wie der ADV weiter mitteilte.
Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen lag mit 165.393 Starts und Landungen um 5,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zu 2019 wurden 80,2 Prozent der gewerblichen Flüge durchgeführt, teilte der Verband mit.
Unterschiedliche Entwicklung in den Verkehrssegmenten
Die Nachfrage im innerdeutschen Luftverkehr lag im Mai bei 2,09 Millionen Passagieren, was einem Rückgang von 5,0 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Im Europa-Verkehr wurden 14,38 Millionen Passagiere gezählt, was einem Anstieg von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Interkontinental-Nachfrage stieg im Vergleich zum Vormonat April, fiel jedoch im Vorjahresvergleich um 5,6 Prozent, so der ADV.
