Sachir (dts Nachrichtenagentur) – Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat den Formel-1-Saisonauftakt in Bahrain gewonnen. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Informationen.
Foto: Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), über dts Nachrichtenagentur
Leverkusen (dts Nachrichtenagentur) – Im ersten Sonntagsspiel des 23. Bundesliga-Spieltags hat Bayer Leverkusen 4:1 gegen Hertha BSC gewonnen. Die Werkself konnte der Partie von Beginn an ihren Stempel aufdrücken und durch Treffer von Sardar Azmoun (12. Minute) und Jeremie Frimpong (21. Minute) früh in Führung gehen.
Die harmlos auftretenden Berliner konnten dem nicht viel entgegensetzen. Die Pausenführung von Leverkusen hätte auch noch höher ausfallen können. In der zweiten Hälfte legten zunächst die Hausherren in der 60. Minute durch Moussa Diaby nach. Die Gäste kamen wenige Minute später durch ein Tor von Dodi Lukébakio zwar nochmal etwas heran, in der 73. Minute traf dann aber Amine Adli für das Heimteam und sorgte so für den Endstand. In der Tabelle rückt Leverkusen auf den neunten Platz vor, während die Herthaner weiter auf dem 14. Rang ausharren müssen. Für die Werkself geht es am Donnerstag in der Europa League gegen Ferencvaros Budapest weiter, die Berliner sind am Samstag in der Liga gegen Mainz gefordert.
Foto: Airbus-Cockpit, über dts Nachrichtenagentur
London (dts Nachrichtenagentur) – Airbus muss nach einer dreijährigen Bewährungsfrist zumindest aus Großbritannien keine Strafanzeige wegen Korruption bei früheren Flugzeugverkäufen befürchten. Die britische Anti-Korruptionsbehörde SFO erklärte auf Anfrage der „Welt“, dass es nach Ablauf der Bewährung am 31. Januar nicht zur bislang nur aufgeschobenen Anklage gegen den Weltkonzern kommt.
2020 hatten Anti-Korruptionsbehörden aus Großbritannien, Frankreich und den USA eine Strafe über 3,6 Milliarden Euro verhängt. Gleichzeitig wurde die Entscheidung über eine Strafanzeige während der Bewährungsfrist vertagt. Juristen sprechen von einem „Deferred Prosecution Agreement (DPA)“, einer Mischung aus Bewährung und Vergleich. Um einer Strafanzeige und potenziellen Verurteilung mit enormen wirtschaftlichen Folgen zu entgehen, hatte Airbus 2020 zahlreiche Veränderungen eingeleitet und nur noch saubere Geschäfte versprochen. Airbus bewertet den Schritt der britischen Anti-Korruptionsbehörde als „sehr wichtigen Meilenstein“. Jetzt werde noch auf die Entscheidungen der französischen Behörden (Parquet National Financier) und des US-Justizministeriums gewartet. Branchenkenner erwarten ähnliche Entscheidungen aus Paris und Washington. Womöglich könnte es aber weitere Auflagen für korrektes Verhalten geben.
Schweigen, mehr gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück bislang nicht von dem jungen Mann (20) der in Verdacht steht eine 19-Jährige am Rande einer Geburtstagsfeier in Bramsche Pente ermordet und zuvor vergewaltigt zu haben.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück wurde der 20-jährige Tatverdächtige am Sonntagnachmittag der Haftrichterin vorgeführt, so die Polizeiinspektion Osnabrück in einer gemeinsam mit der Osnabrücker Staatsanwaltschaft am frühen Sonntagabend veröffentlichten Pressemitteilung.
Schützenhalle in Bramsche Pente, knapp 100 Meter von hier wurde das Opfer der Gewalttat gefunden. / Foto: Pohlmann
Mutmaßlicher Täter ist jetzt in der JVA
Die Haftrichterin erließ einen Untersuchungs-Haftbefehl wegen Mordes. Der 20-Jährige wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt (JVA) gebracht. Er schweigt zu den Vorwürfen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Zugriff der Polizei soll in Wohnung erfolgt sein
Nach bislang von der Staatsanwaltschaft nicht bestätigten Recherchen der Bild-Zeitung soll der Täter in seiner Wohnung verhaftet worden und nicht unter den Partygästen gewesen sein, die nach dem Auffinden der jungen Frau am Rande des Sportplatzes von der Polizei vor Ort vernommen wurden.
Foto: Sonnenuntergang über dem Meer, über dts Nachrichtenagentur
New York (dts Nachrichtenagentur) – Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben sich in New York nach jahrelangen Verhandlungen auf ein Abkommen zum Schutz der Weltmeere geeinigt. Nach einer 36-stündigen Marathonsitzung konnte der Abkommenstext finalisiert werden.
Die Einigung schafft unter anderem die Möglichkeit, Meeresschutzgebiete auf Hoher See einzurichten. Bereits im Dezember hatte die Weltnaturkonferenz in Montreal das Ziel ausgegeben, 30 Prozent der Weltmeere bis 2030 unter Schutz zu stellen. Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sprach von einem „historischen und überwältigenden Erfolg für den internationalen Meeresschutz“. Erstmals gebe es ein verbindliches Abkommen für die Hohe See.
„Auf über 40 Prozent der Erdoberfläche wird nun endlich ein umfassender Schutz bedrohter Arten und Lebensräume möglich“, so Lemke. Jetzt gelte es, rasch ins Handeln zu kommen. „Deutschland wird die Umsetzung dieses wichtigen Abkommens vorantreiben“, kündigte die Ministerin an. Auch Naturschützer reagierten positiv: „Zum `Paris-Moment` für das Klima gesellt sich heute der `New York-Moment` für die Meere“, sagte WWF-Meeresschutzexpertin Karoline Schacht.
Die Staatengemeinschaft habe erhebliche Meinungsverschiedenheiten schlussendlich überwunden. „Der größte Lebensraum der Erde kann mit diesem Abkommen besser geschützt werden.“
Foto: Schiedsrichter, über dts Nachrichtenagentur
Braunschweig (dts Nachrichtenagentur) – Zum Abschluss des 23. Spieltags der 2. Bundesliga hat Eintracht Braunschweig nach einem zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand noch 3:3 gegen Arminia Bielefeld gespielt. In dem von Beginn an temporeichen Kellerduell lagen die Gäste nach einem Eigentor durch Jasmin Fejzić sowie Treffern von Brian Lasme und Guilherme Ramos bereits nach 21. Minuten klar vorn.
Durch einen Doppelpack von Immanuël Pherai (22. und 34. Minute) konnten sich die Hausherren aber noch vor der Pause in die Partie zurückkämpfen. Nach dem Seitenwechsel ging erstmals auf beiden Seiten lange nicht viel. In der 72. Minute traf Anthony Ujah dann aber doch noch zum Ausgleich. Zum Sieg reichte es in der Schlussphase allerdings nicht mehr.
In der Tabelle ändert sich durch das Remis für beide Teams nichts: Die Bielefelder stehen weiter direkt hinter den Niedersachsen auf dem 16. Rang. Für Braunschweig geht es am Freitag in Nürnberg weiter, Bielefeld ist am Samstag gegen Tabellenführer Darmstadt gefordert. Die Ergebnisse der Parallelbegegnungen vom Sonntagnachmittag: Hansa Rostock – Karlsruher SC 0:2, SpVgg Greuther Fürth – Hannover 96 1:1.
Foto: Schloss Meseberg, über dts Nachrichtenagentur
Meseberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung ist am Sonntagnachmittag zu ihrer zweitägigen Klausur auf Schloss Meseberg in Brandenburg zusammengekommen. Es werde bei dem Treffen um ein paar grundsätzliche Fragen gehen, „die für die Zukunft unseres Landes ganz bedeutend sind“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum Auftakt.
Es lohne sich, diese „mit ein bisschen mehr Ruhe zu verhandeln“. Bei der ersten Kabinettsklausur des Jahres stehen zahlreiche Themen auf der Tagesordnung – unter anderem die Energiewende sowie Digitalisierung. Auch die wirtschaftlichen Perspektiven Deutschlands und Europas sollen besprochen werden. Als Gast empfängt das Kabinett dazu EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Dem Vernehmen nach dürfte es auch um weitere Streitpunkte der Ampelkoalition gehen, wie etwa die Kindergrundsicherung, eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben, das geplante Verbrenner-Aus sowie das von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vorgesehene Verbot von Öl- und Gasheizungen. Weitreichende Beschlüsse gelten bei der Klausur als eher unwahrscheinlich – diese könnten aber bei einem für Ende des Monats geplanten Koalitionsausschuss folgen.
Foto: Kuppel des Petersdom am Vatikan, über dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Wenige Tage vor Beginn der fünften und letzten Synodalversammlung hat die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, das Verhalten des Vatikans zum Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland kritisiert. „Ich bin definitiv von Rom und der Weigerung enttäuscht, mit uns direkt zu sprechen“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).
„Das halte ich für keinen guten Stil, wenn gleichzeitig gegen uns immer wieder scharfe Geschütze aufgefahren werden.“ So wäre es laut Stetter-Karp hilfreicher gewesen, das unmittelbare Gespräch zu suchen, als immer nur mit Briefen zu operieren. „Denn gerade die Inhalte dieser Briefe belegen die vielen Missverständnisse, die sich in Rom breitmachen. Ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht hätte die Chance, viel unbegründetes Misstrauen abzubauen.“ Die 67-Jährige, die auch Präsidentin der Reforminitiative „Synodaler Weg“ ist, spielt damit auf den jüngsten Brief aus Rom an, wonach keine Bischofskonferenz befugt sei, ein Gremium wie den Synodalen Rat zu etablieren. Diese Reaktion war mit der Anfrage von fünf deutschen Bischöfen provoziert worden, ob sie an den Vorbereitungen zu einem Synodalen Rat teilnehmen dürften oder müssten. Unter ihnen waren der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki sowie die Bischöfe Bertram Meier aus Augsburg und Rudolf Voderholzer aus Regensburg. An der Rechtmäßigkeit eines Synodalen Rates, mit dem der Reformprozess weitergeführt werden soll, hat ZDK-Präsidentin Stetter-Karp hingegen keinen Zweifel: „Wir machen das ja nicht im Blindflug, sondern wissen um unsere Möglichkeiten – etwa mit der Bildung eines Synodalen Ausschusses und später dann eines Synodalen Rats. Vor diesem Hintergrund muss man sich wirklich fragen, woher die Energie kommt, diesen Weg schlechtzureden und so darzustellen, als sei er ein Sonderweg.“
Die Rede vom sogenannten „deutschen Sonderweg“ sei von Beginn an ein Stereotyp gewesen. Sie nehme aber auch wahr, dass die fünf Bischöfe, die den Brief nach Rom schrieben, „Ängste vor einer Spaltung der Kirche äußern“. Niemand, der beim Synodalen Weg Verantwortung trage, suche irgendeine Abspaltung – sondern immer nur einen Weg in die Zukunft der Ortskirche in Deutschland.
Allerdings, sagte Stetter-Karp, müsse man sich auch die Frage stellen, wie viel Veränderung man der Kirche zumuten können und müsse. „Und welches Zutrauen haben wir, dass Kirche diese Veränderungen dann auch gestalten kann? Mut zur Zukunft und Mut zur Veränderung spielen eine wesentliche Rolle in unserem Verständnis von den Herausforderungen der katholischen Kirche im 21. Jahrhundert.“ Sollte die Reforminitiative des Synodalen Wegs scheitern, wäre es nach ihren Worten „ein Scheitern nicht zuletzt für die deutschen Bischöfe selbst, wenn über einen Akt des Zwangs und des Gehorsams am Ende erreicht würde, einen Synodalen Rat zu verhindern“. Es riefe mit Sicherheit „große Enttäuschungen hervor, wenn das geschehen würde“.
Bislang sieht es für die AfD insbesondere in der Stadt Osnabrück nicht nur bei den Wahlergebnissen mau aus, auch die Mitgliederzahl gilt als „überschaubar“. Das soll sich nun ändern, hat sich der neu gewählte und komplett männliche Kreisvorstand vorgenommen.
Der AfD-Kreisverband Osnabrück hat am 04. März 2023 im Rahmen eines ordentlichen Kreisparteitages einen neuen Kreisvorstand gewählt.
Als Kreisvorsitzender wurde der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der AfD-Fraktion im Kreistag Osnabrück, Marcel Queckemeyer, gewählt. Queckemeyer erklärt in einer Pressemitteilung zum neugebildeten Kreisvorstand, die regionalen Strukturen der Alternative für Deutschland weiter ausbauen zu wollen. Ergänzt werden soll dies mit einer Kampagne zur Mitgliedergewinnung in Stadt und Landkreis Osnabrück.
Kreisvorstand stammt aus dem Raum Fürstenau/Quakenbrück
Vertreten wird Queckemeyer, der genau wie sein Stellvertreter aus dem Osnabrücker Nordkreis stammt, künftig durch zwei Stellvertretende Vorsitzende. Gewählt wurden Adrian Maxhuni aus Gehrde (Vorsitzender der AfD-Fraktion im Rat der Samtgemeinde Bersenbrück) und Klaas Meyer aus Fürstenau.
Die Aufgabe des Kreisschatzmeisters übernimmt Ingo Barkau ebenfalls aus Gehrde, zum Schriftführer wurde Nicolas Vossenkämper aus Nortrup gewählt.
Zusammen mit den Beisitzern: 100% männlicher Vorstand
Komplettiert wird der Vorstand durch die Beisitzer Karl-Heinz Aßhorn, Leander Huber, Werner Urbatsch (Vorsitzender des Ortsverbandes Melle – Bissendorf – Hilter a.T.W) und Alexander Haschke.
Foto: Frau mit Kopftuch und Frau ohne Kopftuch, über dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Schriftstellerin Fatma Aydemir fordert, in der Gesellschaft nicht mehr zwischen Alteingesessenen und Zuwanderern zu unterscheiden. „Ich denke, es ist Zeit, das Wort `Integration` zu entsorgen“, sagte die Bestseller-Autorin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Die Idee, dass es eine Einheit gebe, in die sich andere integrieren müssten, finde sie nicht zeitgemäß. „Mir leuchtet das nicht ein, weil alle ständig in Bewegung sind und überall zu Hause sein könnten.“ Aydemir nimmt es als positives Zeichen, dass in der Literatur anders über migrantische Themen gesprochen wird. „Das Label Migrantenliteratur spielt zum Glück keine so große Rolle mehr“, sagte die Autorin, die mit ihrem Roman „Dschinns“ in der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2022 vertreten war.
Aydemir tritt weiter dafür ein, überkommene Vorstellungen von Heimat und Identität zu verabschieden. „Ich habe mich an dem Begriff der Heimat so lange abgekämpft. Ich mag nicht, wie der Begriff politisch instrumentalisiert wird. Seinerzeit ist ja auch ein Heimatministerium gegründet und mit Horst Seehofer sehr konservativ besetzt worden. Mir kam das damals wie ein Ufo vor, das plötzlich in unserer Wirklichkeit landet“, sagte sie weiter.
Die Autorin kritisierte deutlich den politischen Umgang mit der Gewalt bei den Silvesterkrawallen in Berlin. Die Taten seien zu Unrecht überwiegend Migranten zugerechnet worden. „Aber es ist nicht überraschend, dass die Vorfälle von Berlin zum Anlass genommen worden sind, das Thema Migration noch einmal als Ganzes zu skandalisieren. Das Bild des migrantischen Mannes, der gewalttätig ist, wird so immer wieder zu politischen Zwecken bedient“, monierte Aydemir.
Sie bemängelte zugleich, dass Gewalttaten gegen Migranten wie das Attentat von Hanau 2020 zu zögerlich aufbereitet würden. „Ich denke, die Gesellschaft ist zu tolerant, aber nur im Umgang mit rechtem Gedankengut. Der rechtsextreme Anschlag von Hanau markiert ein historisches Ereignis“, so die Schriftstellerin.