Die Bundeshauptstadt Berlin verzeichnete im vergangenen Jahr durchschnittlich 20 Demonstrationen pro Tag, wie aus Daten der Berliner Polizei hervorgeht. Die Gesamtzahl der Versammlungen im Jahr 2023 belief sich auf 7.151, die unangemeldeten Aktionen bestimmter Protestgruppen sind allerdings in diesen Statistiken nicht berücksichtigt.
Berlin als Zentrum der Protestbewegungen
Berliner Polizei bestätigte in ihrem Bericht, den die „Mediengruppe Bayern“ zitiert, dass Berlin im Jahr 2023 Gastgeber von durchschnittlich 19,6 Demonstrationen pro Tag war. Dabei wurden nur die angemeldeten Versammlungen berücksichtigt. „Die Recherche in der Veranstaltungsdatenbank ergab, dass im Jahr 2023 insgesamt 7.151 Versammlungen in Berlin durchgeführt wurden“, äußerte eine Sprecherin der Berliner Polizei.
Unterrepräsentation von unangemeldeten Aktionen
Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die Statistiken unangemeldete Protestaktionen nicht erfassen. Beispielsweise wurden Aktionen der Protestgruppe „Letzte Generation“ nicht in den genannten Zahlen aufgeführt. Dies deutet darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Demonstrationen in Berlin wahrscheinlich noch höher ist.
Diese Statistiken unterstreichen Berlins Rolle als Zentrum zahlreicher Protestbewegungen und bilden somit einen wertvollen Indikator für den Grad der politischen Beteiligung und des Aktivismus in der Stadt. Sie werfen aber auch Fragen hinsichtlich der Fähigkeit der Stadt, diese Anzahl von Demonstrationen zu bewältigen, und der Auswirkungen auf den Alltag der Berliner auf.
Staatspräsident Emmanuel Macron hat Gabriel Attal, den bisherigen französischen Bildungsminister, zum neuen Premierminister Frankreichs ernannt. Mit dieser Kabinettsumbildung hofft Macron, seiner Partei im Hinblick auf die kommenden Europawahlen im Juni einen Schub zu verleihen.
Neuer Premierminister im Amt
Nach dem Rücktritt von Élisabeth Borne ist nun Gabriel Attal zum neuen Premierminister Frankreichs ernannt worden. Attal, vorheriger französischer Bildungsminister, wurde am Dienstag von Staatspräsident Emmanuel Macron berufen und ist damit der jüngste Regierungschef in der Geschichte des Landes. In einer Mitteilung des Élysée-Palastes hieß es, Macron habe Attal mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt.
Karriere und Ziele
In seiner politischen Laufbahn diente Attal zunächst von Juli 2020 bis Mai 2022 als Regierungssprecher, danach als beigeordneter Minister für öffentliche Haushalte im Finanz- und Wirtschaftsministerium, und schließlich von 2023 bis 2024 als Bildungsminister. Mit dieser Kabinettsumbildung beabsichtigt Macron, seiner Partei im Vorfeld der Europawahl im Juni einen Impuls zu verleihen.
Politische Landschaft
Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass Macrons Partei deutlich hinter die Rechtsnationalen um Marine Le Pen zurückfallen könnte. Zudem hatte es in der Nationalversammlung, in der Macrons Mitte-Regierung seit 2022 keine absolute Mehrheit mehr hat, mehrere knappe Abstimmungen gegeben. Mit der Nominierung von Attal scheint Macron daher eine strategische Ausrichtung für die kommenden Wahlen vorzunehmen.
Der deutsche Aktienindex DAX ist am Dienstag, nach einem zurückhaltenden Start, bis zum Mittag ins Minus gerutscht, während die schlechter als erwarteten Industrieproduktionsdaten aus Deutschland die Investoren verunsichern. Dies könnte zu erheblichen Kurskorrekturen im DAX führen, so der Marktexperte Andreas Lipkow.
DAX im Minus, verunsicherte Investoren
Der DAX rutschte am Dienstag nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag in den roten Bereich. Gegen 12:30 Uhr notierte der Leitindex rund 16.660 Punkte, und lag damit 0,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.
Die schlechter als erwarteten Industrieproduktionsdaten aus Deutschland wurden von den Investoren nicht gut aufgenommen, erläuterte Marktexperte Andreas Lipkow. Besonders die zyklischen Chemie- und Automotiveaktien seien von dieser Hiobsbotschaft getroffen worden.
Verschiedene Unternehmenstrends und Marktreaktionen
Trotz des allgemeinen Abschwungs, notierten Eon, MTU und RWE an der Spitze der Kursliste im Plus. Demgegenüber verzeichneten BASF, Infineon und Volkswagen die größten Verluste. Die Investoren hätten jedoch noch nicht resigniert und konzentrierten sich verstärkt auf die Aktien der defensiven Unternehmen Eon, Bayer und RWE, so Lipkow.
Die Börsen zeigten sich zu Beginn des neuen Handelsjahrs „zickig und schwer einschätzbar“. Lipkow äußerte Besorgnis, dass das Szenario einer baldigen Konjunkturerholung in Europa aufgeschoben werden muss, was erhebliche Kurskorrekturen im DAX nach sich ziehen könnte.
Entwicklung der Währung und Ölpreise
Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,0934 US-Dollar (-0,14 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9146 Euro zu haben. Einen deutlichen Anstieg verzeichnete der Ölpreis: Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 77,64 US-Dollar, das waren 2,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Bundeskanzler Olaf Scholz hat gestern (08.01.) 108 Sternsinger aus ganz Deutschland im Kanzleramt empfangen. Jeweils vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Diözesen vertraten in Berlin alle bundesweit Beteiligten an der 66. Aktion des Dreikönigssingen. Beim Empfang begleitet wurden sie von Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, und Domvikar Dr. Stefan Ottersbach, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Sternsinger aus St. Josef
Aus dem Bistum Osnabrück empfing der Bundeskanzler Olaf Scholz die Sternsinger Anna (15), Marie (12), Ben (9) und Johanna Maria (12) sowie Begleiterin Doren Dopheide aus der Gemeinde St. Josef in Wallenhorst-Hollage. Sternsinger aus dem Bistum Magdeburg trugen den Segen der Sternsinger vor und schrieben den Sternsingersegen „20*C+M+B+24 – Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus im Jahr 2024“ im Kanzleramt an. Der Bundeskanzler bedankt sich bei den Sternsingern aller deutscher Bistümer: „Schönen Dank für all das, was ihr unternehmt, schönen Dank für die Bereitschaft, füreinander einzustehen, für die Nächstenliebe und für Euer Verständnis, dass wir auf dieser Welt alle füreinander verantwortlich sind.“ Schon zum dritten Mal nahm der Olaf Scholz in seiner Amtszeit den Segen der Sternsinger im Kanzleramt entgegen.
„Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“
Das ist das Motto der diesjährigen Aktion Dreikönigssingen. Jedes Jahr stehen ein Thema und Beispielprojekte aus einer Region exemplarisch im Mittelpunkt der Aktion. Die Spenden, die die Sternsinger sammeln, fließen jedoch unabhängig davon in Hilfsprojekte für Kinder in hundert Ländern weltweit. Im Fokus steht dieses Jahr die Bewahrung der Schöpfung und der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur. Das Projekt „Aulas Vivas“, im Deutschen „lebendige Klassenzimmer“ schafft Räume, damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene lernen können, ihre Umwelt und Kultur zu schützen. So bringt die diesjährige Aktion Dreikönigssingen den Sternsingern nahe, vor welchen Herausforderungen Gleichaltrige in Amazonien stehen. Sternsinger sollen ermutigt werden, sich gemeinsam und kontinentübergreifend für ihr Recht auf eine gesunde Umwelt einzusetzen.
„Der Amazonas ist bedeutsam für die Qualität des Lebens auf der ganzen Erde“, lobte Scholz den Einsatz der Sternsinger für die Bewahrung der Schöpfung und das Recht aller Kinder weltweit auf eine gesunde Umwelt. Es sei wichtig, Klimawandel und Entwaldung zu stoppen, machte der Bundeskanzler unmissverständlich deutlich.
Kinder sammeln Spenden für Kinder
Bundesweit hat die Aktion Dreikönigssingen 2024 knapp 45,5 Millionen Euro gesammelt, die Kindern weltweit zu Gute kommen. Mit den Mitteln fördert die Aktion weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration. Die Sternsinger des Bistum Osnabrück tragen dazu in diesem Jahr mit gesammelten Spenden in Höhe von 1,3 Millionen Euro bei.
In einem erneuten Schlag für die deutsche Einzelhandelslandschaft hat die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Essen gestellt. Der Schritt folgt auf frühere Insolvenzverfahren in den Jahren 2020 und 2022, wobei die Unternehmensleitung diesmal auf eine Regelinsolvenz statt eine Sanierung in Eigenverwaltung abzielt.
Erneute Insolvenz für Galeria Karstadt Kaufhof
Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat einen weiteren schweren Rückschlag erlitten. Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, dass man beim Amtsgericht Essen den Antrag auf Insolvenz gestellt hat, was das dritte Verfahren dieser Art in weniger als zwei Jahren darstellt.
Im Gegensatz zu den vorherigen Insolvenzverfahren in den Jahren 2020 und 2022 strebt das Unternehmen dieses Mal eine Regelinsolvenz an, anstelle einer Sanierung in Eigenverwaltung. Diese Neuigkeit folgt auf Spekulationen diverser Medien, die bereits am Montag von einem bevorstehenden Schritt in diese Richtung berichtet hatten.
Zukunft der Mitarbeiter ungewiss
Wie es für die Tausenden von Mitarbeitern, die der Warenhauskette aktuell angehören, weitergeht, bleibt noch unklar. Insidern zufolge wird eine der Hauptaufgaben des Insolvenzverwalters darin bestehen, einen neuen Eigentümer für das angeschlagene Unternehmen zu finden.
Im weiteren Kontext macht der Warenhauskonzern für die aktuellen wirtschaftlichen Probleme unter anderem die Schieflage der Muttergesellschaft Signa verantwortlich. Diese Entwicklungen werfen erneut ernste Fragen über die Zukunft von traditionellen Einzelhandelseinrichtungen in Deutschland auf.
Das Hessische Landesarbeitsgericht wird heute die Berufung der Deutschen Bahn gegen den geplanten Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL prüfen. Dieser Streik, geplant von Mittwochmorgen bis Freitagabend, wurde vom Arbeitsgericht Frankfurt am Main erlaubt, trotz eines Eilantrags der Bahn auf einstweilige Verfügung.
Das Gericht prüft die Berufung der Deutschen Bahn
Das Hessische Landesarbeitsgericht verhandelt am Dienstagnachmittag die Berufung der Deutschen Bahn im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL. Kündigte das Gericht an, dass die Berufungsverhandlung um 17 Uhr starten wird, sind die ersten Streiks der GDL im Güterverkehr der Deutschen Bahn bereits für 18 Uhr geplant.
Parallel zur Berufung des staatlichen Eisenbahnunternehmens wird am Dienstag auch die Berufung des Bahnunternehmens Transdev verhandelt, diese Verhandlung beginnt um 18:30 Uhr.
Arbeitsgericht Frankfurt am Main erlaubt den Streik
Trotz eines Eilantrags der Bahn auf eine einstweilige Verfügung, hat das Arbeitsgericht Frankfurt am Main den überwiegend von Mittwoch bis Freitag geplanten Streik der GDL erlaubt. Die Deutsche Bahn hat daraufhin juristische Schritte eingeleitet, um gegen die Entscheidung vorzugehen.
Die Bahn argumentiert, dass ihre juristischen Schritte auf der Grundlage liegen, dass die GDL eine Leiharbeiter-Genossenschaft gegründet habe und dadurch nach Ansicht der Bahnjuristen ihre Tariffähigkeit verloren habe.
Neues Angebot der Bahn, GDL lehnt ab
Zudem hat die Deutsche Bahn ein neues Angebot vorgelegt, bei dem der GDL eine Lohnsteigerung von 11% angeboten worden sei und der GDL in Bezug auf ihre Hauptforderung zur Arbeitszeit weit entgegengekommen worden sei. Die GDL hat dieses Angebot als Farce zurückgewiesen und angekündigt, von Mittwochmorgen, 2 Uhr bis zum Freitagabend, 18 Uhr, den gesamten Bahnverkehr zu bestreiken. Im Güterverkehr beginnt der Ausstand schon am Dienstagabend.
Der ehemalige Manager von Werder Bremen, Willi Lemke, hat die Idee unterstützt, den DFB-Pokal in ‚Franz-Beckenbauer-Pokal‘ umzubenennen. Trotz einiger Kontroversen um Beckenbauers Rolle bei der WM 2006 findet Lemke, Deutschland solle den Fußballhelden nicht kritisch sehen.
Willi Lemke spricht sich für Umbenennung des DFB-Pokals aus
Willi Lemke, ehemaliger Manager von Werder Bremen, hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, den DFB-Pokal in „Franz-Beckenbauer-Pokal“ umzubenennen. Dies berichtet der TV-Sender „Welt“. Er unterstützt damit den Vorschlag des früheren Bundestrainers Berti Vogts. Lemke sagte dem Sender, dass „Fußballdeutschland das sehr gut finden“ würde. Er betonte, dass „Beckenbauer ‚der Superstar der letzten Jahrzehnte im deutschen Fußball‘ und ein ‚absoluter Weltstar“ gewesen sei.
Kontroversen um Beckenbauer kein Hindernis
Trotz der Vorwürfe gegen Beckenbauer im Zusammenhang mit der Vergabe der WM 2006 an Deutschland sieht Lemke kein Hindernis für eine Umbenennung des Pokals. Er betonte, dass „die Vorgänge nie aufgeklärt“ worden seien und rief dazu auf, Beckenbauer nicht in eine kritische Ecke zu stellen. „Die Deutschen gucken immer nach, ob noch irgendetwas zu kritisieren ist. Ich finde, wir sollten Franz Beckenbauer nicht in diese Ecke stellen“, äußerte er sich.
Beckenbauer als ehrenwerte Figur
Lemke machte es deutlich, dass Beckenbauers Bedeutung im deutschen Fußball größer sei als die Vorwürfe. Obwohl er die hohe Aufwandsentschädigung für Beckenbauers ehrenamtliche Tätigkeit für den DFB als „nicht schön“ bezeichnete, zeigte er sich nostalgisch über die positiven Aspekte von Beckenbauers Persönlichkeit und Karriere. „Ich denke an Franz Beckenbauer als den sehr charmanten, liebenswerten, großartigen Menschen, den Fußballer, aber auch den Familienvater, den Kameraden und den Freund. So habe ich ihn erlebt und so werde ich ihn auch nie vergessen“, fügte er hinzu.
Die Entscheidung über die Umbenennung des DFB-Pokals liegt letztendlich beim Deutschen Fußballbund, doch Lemkes Unterstützung für den Vorschlag könnte ein Schritt in Richtung einer möglichen Änderung sein.
Am Montagnachmittag (8. Januar) gegen 15:51 Uhr kam es in Osnabrück zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei, nachdem in einem Reihenhaus am Gartlager Weg ein Feuer ausgebrochen war.
Ein 13-jähriger Junge nahm plötzlich Rauchgeruch im 1.OG des Hauses wahr sowie einen Knall aus dem Heizungsraum. Er flüchtete daraufhin durch ein derweil verrauchtes Treppenhaus nach draußen und meldete sich bei einem Nachbar. Dieser alarmierte anschließend die Feuerwehr.
Hoher Schaden nach Brand in Osnabrück
Die Feuerwehr traf rasch am Einsatzort ein und begann sofort mit den Löscharbeiten. Das Feuer wurde durch Kräfte der Osnabrücker Berufsfeuerwehr sowie der freiwilligen Feuerwehr Schinkel erfolgreich bekämpft. Der 13- Jährige blieb glücklicherweise unverletzt. Für eine im Haushalt lebende Katze kam jedoch jede Hilfe zu spät. Diese verstarb in Folge des Brandes. Das brandbetroffene Haus war nach den Löscharbeiten nicht mehr bewohnbar. Nach ersten Einschätzungen beläuft sich der Schaden auf rund 150.000 Euro. Die angrenzende Doppelhaushälfte wurde durch den Brand glücklicherweise nicht beschädigt.
Polizei nimmt Ermittlungen auf
Die Polizei nahm unverzüglich die Ermittlungen zur Brandursache auf und beschlagnahmte den Brandort. Für den Zeitraum der Löscharbeiten wurde der Gartlager Weg gesperrt, was jedoch nicht zu Beeinträchtigungen führte.