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"Haus am Schölerberg 2.0"

Endspurt beim „Haus am Schölerberg 2.0“: Rück-Umzugstermin im Juni 2026 steht

von PM 17. Februar 2026

Am früheren Standort „Haus am Schölerberg“ entsteht derzeit eine Einrichtung für Menschen mit seelischen Behinderungen – nach neuestem Stand der Umwelttechnik und den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention.

Hoffnung nach Abriss vom „Haus am Schölerberg“

Auch wenn derzeit noch reichlich Matsch und Pfützen ringsum vor tieferen Einblicken ins Gebäude schützen, so zeigen aktuelle Luftbilder allemal, wie rasant sich die mehrgeschossige AWO-Einrichtung zur Eingliederungshilfe bislang entwickelt hat. Als vor rund drei Jahren das bis dato abgängige „Haus am Schölerberg“ an gleicher Stelle abgerissen und zum Übergang eine zweckmäßig hergerichtete Klinik in Georgsmarienhütte bezogen wurde, war die Vorfreude angesichts der bevorstehenden Wartezeit möglicherweise noch gedämpft. Nun aber, mit freiem Blick auf die tatsächlichen Ausmaße und die besondere Architektur der künftigen Anlage, wächst auch die Begeisterung bei allen Beteiligten.

Erweiterungen zu erwarten

Diese besteht nicht nur aus einem Wohngebäude mit barrierearmen Einzelappartements und Balkonen. Es gibt hier große Gemeinschaftsbereiche, moderne und neu gedachte Räumlichkeiten auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nicht zuletzt ein zweites, angeschlossenes Gebäude – das künftige „Kompetenzzentrum“ mit zahlreichen Optionen für tages- und lebensstrukturierende Maßnahmen. Die mehrgeschossigen Gebäude selbst werden nahezu in Passivhausstandard (KfW 40 NH) gebaut, auf eine fossile Energieversorgung wird verzichtet. Clou ist ein mit 15 Metern Durchmesser und vier Metern Tiefe riesiger Eisspeicher im Erdreich, der in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen und Luft-/Solarkollektoren den Kälte-Wärme-Haushalt regulieren wird.

„Wohin die gute Reise gehen wird, lässt sich beispielhaft hervorragend an unserer deutlich kleineren Wohnanlage in Sutthausen mit ebenfalls zwei Gebäuden ablesen“, so Christoph Fehringer (kaufmännischer Vorstand der AWO Weser-Ems) über die 2019 fertiggestellte Einrichtung. „Auch wenn sich durch den Paradigmenwechsel in der UN-Behindertenrechtskonvention und aufgrund der Optimierungen im SGB IX die Aufgaben für uns deutlich verändern, bleiben wir mit unserer trialogischen Ausrichtung weiterhin auf Kurs und gestalten diesen Wandel gerne mit.“

Freude über Umzug im Juni

"Haus am Schölerberg 2.0"

„Haus am Schölerberg 2.0“

Janne Koch, Trialog-Geschäftsbereichsleiterin, ist regelmäßig vor Ort, steckt mit dem Projektteam voller interner und externer Expertise derzeit alle finalen Optionen zu künftigen Abläufen und Rahmenbedingungen ab, insbesondere aber zum voraussichtlich dreitägigen Komplettbezug. „Der angepeilte Umzugstermin im Juni 2026 steht“, sagt Koch, „und was Klient*innen und Mitarbeiter*innen dann erwartet, ist ein enormes Upgrade zur früheren Einrichtung und der aktuellen Interimsheimat – gewissermaßen das ‚Haus am Schölerberg 2.0‘.“

Vor Ort wird dann eine mehr als nur zeitgemäße Assistenzleistung möglich sein, die den Standards der fachpolitischen Grundpositionen der UN-Behindertenrechtskonvention allemal entsprechen. Diese stehen für eine gesellschaftlich verankerte Ethik des wechselseitigen Respekts, der Achtung von Verschiedenheit und der solidarischen Hilfe. Hilfe zur Selbsthilfe im besten und selbstbestimmten Sinne – und dann auch in einem Umfeld, das dies alles ermöglicht. „Natürlich ist so ein Umzug in eine Zwischenlösung immer mit individuell nötigen Anpassungen verbunden, das alte Klinikgebäude in Georgsmarienhütte ist sicherlich nicht optimal für unsere Bedarfe nutzbar“, sagt Janne Koch, „dennoch sind wir dankbar, dass wir diese Interimsbleibe nutzen konnten und sehnen nun den finalen Umzug herbei. Dafür arbeiten wir auch weiterhin eng und fokussiert mit den zuständigen Behörden zusammen.“

Trialog-Wohnanlagen zur Eingliederungshilfe

Bei den Trialog-Wohnanlagen handelt es sich nicht etwa um stationäre psychiatrische Pflegekliniken, sondern um Eingliederungshilfen. Hier befinden sich Menschen, die sich bewusst und im Austausch mit ihren Angehörigen und Leistungsträgern dazu entschlossen haben, einen Individualweg in Gemeinschaft zu beschreiten. Auftrag ist die Assistenz dieser Klientinnen, Klienten, Auftraggeber der jeweilige Kostenträger der individuellen Eingliederungshilfe. Sie werden mit sozialen Dienstleistungen und Fachwissen in der Eingliederungshilfe also unterstützt – nicht jedoch beaufsichtigt oder gar fremdbestimmt. „Und diese international anerkannten Vorgaben zur Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion halten wir für richtig und wichtig“, sagt Koch.

17. Februar 2026 0 Kommentare
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Friede 1648, Rathaus Osnabrück

Gute Nachricht des Tages: Osnabrück feiert 50 Jahre Städtefreundschaft mit Derby

von PM 17. Februar 2026

Mit großer Freude feiern Osnabrück und Derby am heutigen 17. Februar das 50-jährige Bestehen ihrer Städtefreundschaft. Ein Tag, der ein halbes Jahrhundert Freundschaft, Austausch und gelebter europäischer Verbundenheit markiert.

Partnerschaft seit 1976

Sinnbildlich für den Wert dieser Verbindung ist auch der Ort, an dem der städtepartnerschaftliche Vertrag unterschrieben wurde. Denn der historische Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses steht wie kein anderer Ort für Verständigung und Frieden. Mit der Partnerschaft wurde eine Idee verwirklicht, die schon viele Jahre zuvor entstanden war: Bereits 1948, nur drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, trat die Osnabrücker Stadtspitze in Verbindung mit den britischen Behörden. Ziel war es, Brücken zu bauen und die Partnerschaft mit einer englischen Stadt zu gründen – ein Vorhaben, das zum damaligen Zeitpunkt jedoch scheiterte und erst im Jahr 1972 erneut aufgegriffen wurde. Vier Jahre später konnte schließlich der Partnerschaftsvertrag mit Derby unterzeichnet werden.

Freundschaften über Landesgrenzen hinweg

Seitdem ist viel geschehen. Besonders die zahlreichen Begegnungen zwischen jungen Menschen sowie im wirtschaftlichen und kulturellen Bereich haben die Partnerschaft nachhaltig geprägt. Austauschprogramme, gemeinsame Projekte und persönliche Besuche haben Brücken gebaut und Freundschaften über Landesgrenzen hinweg entstehen lassen. Der Städtebotschafteraustausch, der in Osnabrück seine Anfänge bereits 1965 mit den Partnerstädten Haarlem und Angers fand, wurde auch mit Derby fortgeführt. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter gratulierte Derby in einer Videobotschaft und dankte der Stadt für ihr Vertrauen und die langjährige Zusammenarbeit.

Feierlichkeiten bei der Maiwoche

Die Feierlichkeiten zum Jubiläum werden im Rahmen der Maiwoche und des Derby-Tages stattfinden. Für Derby ist dieser Anlass jedoch nicht der einzige Grund zu feiern: Neben der Vertragsunterzeichnung für die partnerschaftliche Zusammenarbeit feiert Derby in diesem Jahr auch 50 Jahre Stadtrechte.

17. Februar 2026 0 Kommentare
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Wirtschaftspraxis Jürgens

Für eine bessere Arbeitswelt: So denkt die Wirtschaftspraxis Jürgens aus Osnabrück betriebliches Gesundheitsmanagement

von Hannah Meiners 17. Februar 2026

Es fing alles an, als Nicolas Jürgens bei seinem ehemaligen Arbeitgeber seinen Hund nicht mehr mit ins Büro nehmen durfte. Aus der Idee des Wirtschaftspsychologen entstand die eigene Wirtschaftspraxis Jürgens und schließlich die Akademie für Wirtschaft und Psychologie. Im Gespräch erklärt Jürgens der HASEPOST, welche Probleme in der Arbeitswelt psychische Belastungen verstärken und wie er zu betrieblichem Gesundheitsmanagement beiträgt.

Die Wirtschaftspraxis Jürgens

„Als mein Hund Max nicht mehr mit zur Arbeit durfte, hat mich das gezwungen, über meine eigenen Grenzen und die Balance zwischen Arbeit und Verantwortung nachzudenken und mir wurde klar, dass ich in dieser Struktur langfristig wahrscheinlich in einen Burnout gelaufen wäre“, erinnert sich Nicolas Jürgens im Gespräch mit unserer Redaktion. Aus dieser Erfahrung entstand die Idee zur eigenen Wirtschaftspraxis – und später die Akademie für Wirtschaft und Psychologie. Beide verfolgen ein klares Ziel: Theorie in die Praxis bringen und nicht Symptome, sondern Ursachen behandeln.

Die Wirtschaftspraxis Jürgens bietet Workshops, Weiterbildungen, Coachings und individuelle Beratungen für Unternehmen, Angestellte und Gründer. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Zusammenspiel von Mensch und System. „Ganz wichtig ist, dass das Problem in der Regel das System ist, nicht der Mensch“, erklärt der Wirtschaftspsychologe, der seinen Bachelor und Master in Wirtschaftspsychologie an der Universität Bielefeld und in Berlin absolvierte. Aus wirtschaftspsychologischer Sicht entstehe psychische Belastung vor allem dort, wo Arbeit schlecht organisiert sei: wenn hohe Anforderungen auf geringe Entscheidungsspielräume treffen, wenn Prioritäten unklar bleiben und Überlastung zum Dauerzustand wird. „Häufig sollen Mitarbeitende widerstandsfähiger werden, obwohl die Ursachen strukturell sind – das ist ein Problem,“ so Jürgens.

Sein Ansatz zielt deshalb auf nachhaltige Veränderungen in der Arbeitsorganisation. Langfristig möchte er ein Netzwerk aufbauen, das Unternehmen mithilfe eines Campuszugangs, Expertenbegleitung und digitaler Tools dabei unterstützt, Arbeitsschutz, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und psychische Gesundheit strukturell und dauerhaft zu verankern.

Wirtschaftspraxis Jürgens

Nicolas Jürgens legt in seiner Wirtschaftspraxis viel Wert auf eine Wohlfühl-Atmosphäre. / Foto: Wirtschaftspraxis Jürgens

Aushängeschild: Akademie für Wirtschaft und Psychologie

Die Akademie für Wirtschaft und Psychologie ist aus der praktischen Arbeit mit Unternehmen entstanden. In vielen Betrieben zeigte sich, dass es an interner Kompetenz fehlt, um Themen wie Arbeitsschutz, psychische Belastungen, Betriebliches Eingliederungsmanagement oder Gesundheitsmanagement dauerhaft umzusetzen. Spätestens während der Corona-Pandemie wurden diese Lücken sichtbar, gleichzeitig waren klassische Schulungen kaum noch möglich. Daraufhin baute Jürgens eine eigene Akademie mit digitaler Lernplattform und Campus auf. Die Weiterbildung findet überwiegend online statt und wird durch eine App, digitale Tools, Vorlagen und Lernmaterialien ergänzt. Zum Start gibt es eine gemeinsame Kick-off-Veranstaltung, in der sich die Teilnehmenden vernetzen und in die Struktur eingeführt werden.

Wirtschaftspraxis Jürgens

Die Kurse an der Akademie für Wirtschaft und Psychologie finden über die Lernplattform statt. / Foto: Wirtschaftspraxis Jürgens

Die zertifizierte Ausbildung richtet sich sowohl an Personen mit Vorerfahrung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement als auch an Berufstätige ohne spezielle Vorkenntnisse, die jedoch praktische Arbeitserfahrung mitbringen. Ziel ist es nicht, externe Lösungen einzukaufen, sondern interne Kompetenz aufzubauen. Mitarbeitende sollen befähigt werden, Arbeitsschutz, betriebliches Gesundheitsmanagement und betriebliches Eingliederungsmanagment eigenständig im Unternehmen umzusetzen. Besonders wichtig ist Jürgens die Nachhaltigkeit. Teilnehmende behalten dauerhaft Zugang zum Campus, können auch Jahre später Tutorien buchen und fachlichen Rat einholen. So entstehe kein einmaliger Schulungseffekt, sondern ein langfristiges Kompetenznetzwerk. „Praktische Umsetzung heißt für uns: befähigen, begleiten und langfristig verfügbar bleiben.“

Ganzheitliches Gesundheitsmanagement im Fokus

Nach Jürgens Erfahrung konzentriert sich klassisches betriebliches Gesundheitsmanagement häufig zu stark auf individuelle Gesundheitsförderung, während zentrale Pflichtbereiche wie Arbeitssicherheit, Gefährdungsbeurteilungen oder betriebliches Eingliederungsmanagment zu wenig berücksichtigt werden. Deshalb setzt er auf ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheitsmanagement. Menschen innerhalb einer Branche kennen die konkreten Belastungen ihres Arbeitsalltags oft sehr genau. Genau hier setzt sein Konzept an: Mitarbeitende werden gezielt weitergebildet, um innerhalb ihres Unternehmens Verantwortung für ein integriertes Gesundheitsmanagement zu übernehmen – mit Blick auf Organisation, Führung und Strukturen.

Politik zwingt Unternehmen zum Handeln

Ab 2026 gilt bundesweit eine neue Vorgabe im Arbeitsschutz: Mindestens fünf Prozent aller Betriebe müssen pro Jahr besichtigt werden. Grundlage ist § 21 Absatz 1a des Arbeitsschutzgesetzes, eingeführt durch das Arbeitsschutzkontrollgesetz. Dabei geht es nicht um kurze Vor-Ort-Termine, sondern um systematische Besichtigungen und umfassende Systembewertungen. Geprüft wird, ob Arbeitsschutz im Unternehmen organisiert, dokumentiert und wirksam umgesetzt ist. Der Unterschied ist erheblich: Bislang lag die Kontrolldichte bundesweit bei etwa 0,8 bis 1 Prozent. Künftig müssen es fünf Prozent sein. Für Unternehmen bedeutet das eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit einer Überprüfung.

Ein Thema rückt dabei besonders in den Fokus: die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen inklusive Maßnahmen und Wirksamkeitsprüfung. Viele Betriebe stellen derzeit fest, dass sie hier strukturell noch nicht ausreichend aufgestellt sind. Gut vorbereitet sind vor allem Unternehmen, die Prävention als Führungs- und Organisationsthema verstehen. Schwieriger wird es dort, wo Arbeitsschutz bislang eher als Pflichtübung oder reines Dokumentationsthema behandelt wurde, weiß Jürgens aus der Praxis.

Blick in die Zukunft

Jürgens ist überzeugt, dass psychische Belastungen in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden. Die Arbeitswelt werde komplexer, digitaler und fragmentierter. Anforderungen, Informationsdichte und Multitasking nähmen zu, gleichzeitig steige der Druck auf Führungskräfte, Produktivität und Innovation unter Kostendruck sicherzustellen. Die Folgen zeigen sich bereits heute in steigenden Krankheitstagen und Frühverrentungen. Prävention müsse deshalb strukturell gedacht werden. „Der Arbeitsschutz muss sich weiterentwickeln“, sagt Jürgens. Während physische Risiken seit Jahrzehnten fest verankert seien, seien psychische Belastungen häufig nur ergänzt worden, ohne die Systematik grundlegend anzupassen.

Langfristig wünscht er sich, dass die Wirtschaftspraxis Jürgens als verlässlicher Partner für gesunde und leistungsfähige Arbeitswelten in der Region wahrgenommen wird. Wenn Unternehmen beginnen, psychische Gesundheit nicht als individuelles Problem, sondern als Organisationsaufgabe zu begreifen, sei ein entscheidender Schritt getan.

17. Februar 2026 0 Kommentare
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OB Katharina Pötter, Stadtprinz Frank II. und das Kinderstadtprinzenpaar Ajla I. und Samir I.

Karnevalszeit offiziell beendet: Rückgabe des Rathausschlüssels am Veilchendienstag

von Laura Hilgert 17. Februar 2026

Am Veilchendienstag (17. Februar) fand die traditionelle Rathausschlüsselübergabe der „Jecken“ des Bürgerausschusses Osnabrücker Karneval (BOK) im Foyer des historischen Rathauses statt.

Osnabrück kann Karneval

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter dankt für die gesamte Karnevalszeit und für die Stimmung in Osnabrück. „Wir haben gezeigt, dass wir Karneval können, dass Osnabrück Karneval kann“, so Pötter. Sie dankt dem Kinderstadtprinzenpaar Ajla I. und Samir I., da die Jugend auch besonders wichtig sei, und macht auch auf die Spendenaktion „Herz. Hoffnung. Neuanfang.“ des Stadtprinzen Frank II. (Seveker) aufmerksam. Seine Botschaft: „Ihr Männer, behandelt eure Frauen gut.“

Dank des Stadtprinzen

Wie immer mit viel Witz und Charme bedankt sich der Stadtprinz für den ruhigen und schönen Ossensamstag. „Der Schlüssel soll hier angeblich zurück“, witzelt er dabei. „Mein Dank gilt an euch alle.“ Er betont dabei insbesondere sein Gefolge und seine Frau, die er „meine Regierung“ und „meine Prinzessin“ nennt. „Der Karneval lebt“, so Stadtprinz Frank II. Daraufhin übergibt er Pötter Blumen, ein Herz für sein Valentinstagsmotto und ein Geschenk. „Es war mir eine große Ehre, neben dir zu fahren.“

Auch das Kinderstadtprinzenpaar macht deutlich, wie aufregend es für sie beide war und dass es eine Ehre für sie war, das Kinderstadtprinzenpaar zu sein.

Rathausschlüssel übergeben und verstaut

Der Rathausschlüssel und alle Orden befinden sich im Ordensschrank in der Kleinen Ratskammer.

Der Rathausschlüssel und alle Orden befinden sich im Ordensschrank in der Kleinen Ratskammer. / Foto: Laura Hilgert

Mit den Worten „Ich werde jetzt wieder entlassen ins Bürgertum“ übergibt Stadtprinz Frank II. Pötter den Schlüssel, der zusammen mit dem Stadtprinzenorden im Ordensschrank in der Kleinen Ratskammer verstaut wird.

17. Februar 2026 0 Kommentare
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Klöcknerstraße

Pkw kippt bei Kollision in Osnabrück-Hafen auf die Seite

von Hasepost 17. Februar 2026

Am Sonntagmittag (15. Februar) kam es in Osnabrück-Hafen zu einer Kollision, bei der ein Pkw zur Seite kippte.

Kollision bei Überholmanöver

Zwei Pkw fuhren auf der Klöcknerstraße in Richtung Stadt. Der Fahrer eines Opel wollte nach links in die Carl-Stolcke-Straße abbiegen, als er vom Fahrer eines Lexus überholt wurde. Der Lexus geriet dabei außer Kontrolle, schleuderte einige Meter umher, kippte auf die Fahrerseite und rutschte entgegen der Fahrrichtung gegen einen geparkten LKW.

Unfall Osnabrück-Hafen

Das Auto kippte vollständig auf die Seite und blieb so liegen. Zwei Personen mussten aus dem Auto gerettet werden. / Foto: Heiko Westermann

Gegen 13:45 Uhr wurde die Polizei informiert und es rückten beide Wachen der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Eversburg und mehrere Rettungswagen und Notärzte aus. Die Feuerwehr musste den Lexus stabilisieren und konnte dann zwei Personen aus dem Auto holen, eine dritte konnte vor Eintreffen der Rettungskräfte das Auto eigenständig verlassen.

Zwei Personen verletzt

Nach bisherigen Informationen wurde der 60-jährige Fahrer schwer und seine Beifahrerin leicht verletzt, ein Kind blieb unverletzt. Auch im Opel waren ein Mann, eine Frau und ein Kind, die alle unverletzt blieben. Wegen der Rettungsarbeiten und Unfallaufnahme blieb die Klöcknerstraße längere Zeit voll gesperrt.

Unfall Osnabrück-Hafen

Bei dem Unfall verletzten sich von sechs Beteiligten nur zwei Personen – der Fahrer schwer und die Beifahrerin leicht. / Foto: Heiko Westermann

17. Februar 2026 0 Kommentare
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Ganz wichtiger Heimsieg: TVB-H schlägt haushohen Favoriten OHV Aurich / Foto: Petra auf dem Kampe

Ganz wichtiger Heimsieg: TV Bissendorf-Holte schlägt haushohen Favoriten OHV Aurich

von PM 17. Februar 2026

Am Samstagabend (14. Februar) konnte der TV Bissendorf-Holte im Nachholspiel des 16. Spieltags einen ganz wichtigen Heimsieg feiern. Gegen den haushohen Favoriten OHV Aurich setzte sich die Mannschaft von der Werscher Straße nach spannenden 60 Minuten mit 32:31 (18:15) durch. Damit holten die Bissendorfer zwei extrem wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Bester Werfer für die Mannschaft aus der Region Osnabrück war Rückraumspieler Fabian Rußwinkel mit sieben Treffern.

Traumstart für den TV Bissendorf-Holte

Der TV Bissendorf-Holte startete hoch konzentriert und fokussiert in die Partie gegen die Gäste aus Aurich. Direkt im ersten Angriff traf Kapitän Christian Rußwinkel zum 1:0. In der Anfangsphase fanden die Auricher keinerlei Lösungen gegen die starke Defensive der Hausherren, sodass es nach weiteren Toren in der fünften Spielminute 5:0 für Bissendorf stand. Der OHV wirkte völlig verunsichert und scheiterte auch im Abschluss einige Male an Fabian Ullrich im Tor der Bissendorfer. In der Offensive drückte anfangs vor allem Fabian Rußwinkel dem Spiel seinen Stempel auf. Nachdem 7:0 in der achten Minute nahm Aurich seine erste Auszeit. Danach konnten die Gäste zwar kurzzeitig auf 8:3 verkürzen doch der TV Bissendorf-Holte blieb am Drücker und erhöhte durch Tore Chamberlain auf 11:6. Die Gäste waren fortan zwar besser im Spiel aber Bissendorf behielt die Ruhe. Beim 15:10 in der 25. Minute durch Albert Brack hatte die Fünf-Tore-Führung weiterhin Bestand. Der OHV brachte den siebten Feldspieler und agierte mit vier Rückraumspielern. Dies hatte zwar kurzfristig Erfolg, dennoch ging die Mannschaft von Timon Döring mit einer 18:15-Führung in die Halbzeitpause.

Ein umkämpftes Spiel

Auch nach dem Seitenwechsel starteten die Hausherren besser und setzten sich durch Benedikt Meyer wieder auf 22:17 ab. Allerdings blieben die Gäste diesmal in Schlagdistanz und verkürzten auf 24:21. In der Folge stemmte sich allen voran Benedikt Meyer mit seinen Toren gegen den Aufschwung des OHV. Doch die Auricher verkürzten immer weiter. Beim 25:24 in der 45. Minute war der Anschlusstreffer gefallen. Zwar konnte der TV Bissendorf-Holte nochmal auf zwei Tore davonziehen, doch dann glichen die Gäste zum 29:29 aus. Aber diesmal behielten die Bissendorfer die Nerven. Gingen immer wieder in Führung und ließen in den letzten sieben Minuten nur noch einen Gegentreffer zu. Als Kapitän Christian Rußwinkel in der letzten Minute zum 32:31 traf, war die Begegnung an Spannung nicht mehr zu überbieten. Die Gäste nahmen nochmals eine Auszeit aber den letzten Angriff verteidigte der TV Bissendorf-Holte. In den verbliebenden Sekunden behielten die Bissendorfer den Ball und konnten wenig später über den 32:31-Heimsieg jubeln.

Sieg verdient

Cheftrainer Timon Döring lobte seine Mannschaft nach dem Spiel: „Wir wussten, dass der OHV Aurich als klarer Favorit ins Spiel geht, deshalb sind wir umso zufriedener mit unserem Start. Uns ist nahezu alles gelungen und wir konnten uns früh mit 7:0 absetzen. Danach war es über weite Strecken ein sehr ausgeglichenes und umkämpftes Spiel, aber die Mannschaft hat große Moral gezeigt. In der entscheidenden Phase haben wir die Nerven behalten, weiter gekämpft und uns für eine starke, geschlossene Teamleistung belohnt. Der Sieg war am Ende verdient und spricht für den Charakter der Mannschaft.“

Nächstes Spiel steht an

Am kommenden Wochenende steht für den TV Bissendorf-Holte das nächste Auswärtsspiel an. Dann geht die Reise zum Zweitligaabsteiger nach Hamm. Anwurf in der Westpress Arena ist am Samstag (21. Februar) um 19:00 Uhr.

17. Februar 2026 0 Kommentare
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Bürgermeisterin Westermann spricht bei der Kick-Off-Veranstaltung in der Kita St. Johann

Kick-Off von Sport Vernetzt in Osnabrück: Wie die Initiative Kindern Zugang zu Sport ermöglicht

von Laura Hilgert 17. Februar 2026

Sport lehrt Kindern wichtige Kompetenzen und ist gleichzeitig essenziell für die Gesundheit. Dennoch haben benachteiligte Kinder oft keinen Zugang zu Sportangeboten – genau da setzt Sport Vernetzt an: Mit der Kick-Off-Veranstaltung ist das Programm auch in Osnabrück. Neben dem Osnabrücker Sportclub (OSC) als Partner wird das Programm von Sportjugend Niedersachsen, OsnaBRÜCKE, LandesSportBund Niedersachsen, ALBA Berlin, der Stiftung der Sparkasse Osnabrück und Stadtsportbund Osnabrück unterstützt. 

Sport als Träger bedeutender Werte

Sport bringt nicht nur Bewegung und trägt massiv zu der Gesundheit von Kindern bei, sondern es ist ein bedeutender Teil der Kinderentwicklung. Es bringt ihnen soziale Kontakte, Freundschaft, Teamarbeit, Toleranz und gegenseitigen Respekt näher. „Sport ist Gemeinschaft“, betont Bürgermeisterin Eva-Maria Westermann. „Hier zählt der Mensch.“ Genau diese Kompetenzen seien auch demokratische Werte, die gefördert werden müssen.

Ein Projekt für Chancengleichheit

Sport Vernetzt bringt damit nicht nur genau diese Werte direkt zu den Kindern, sondern auch Chancengleichheit, um ihnen allen in Verbindung mit Sportvereinen die Möglichkeit zur Bewegung zu ermöglichen. „Ich hätte es mir wahrscheinlich total gewünscht als Kind“, so in der Begrüßung der Kick-Off-Veranstaltung.

Janin Hoeft von Sportjugend Niedersachsen begleitet Sport Vernetzt und erzählt, dass das Projekt 2023 entstand und dafür Institutionen wie Stadt, Kommunen und Sportverein gemeinsam auftreten mussten. „Ohne die ganzen engagierten Menschen wären wir gar nicht zusammengekommen“, bedankt sie sich insbesondere bei den ehrenamtlich Engagierten. Bürgermeisterin Westermann zeigt dabei Interesse daran, allen Kindern im Ganztag Sport zu ermöglichen.

Kinder zeigen sich motiviert

In Osnabrück arbeitet Sport Vernetzt bereits mit der Kindertagesstätte St. Johann und mit der Grundschule Rosenplatzschule zusammen. Nach einer aktiven Bewegungs-Demonstration der Kita-Kinder, die Spaß und gute Laune verbreitet, gibt es auch ein interaktives Quiz der Schülerinnen und Schüler, bei dem sich zeigt: Mindestens drei Stunden Bewegung wird Kindern empfohlen. Schulleiter Carsten Böing erklärt, dass das an Kitas einfacher umsetzbar ist als bei Schulen.

OSC hofft auf Nachhaltigkeit und langfristige Wirkung

Dean Woodburn erzählt, dass der OSC das Angebot direkt ohne konkreten Umsetzungsplan angenommen hat. Sie waren direkt davon überzeugt, sich mit Schulen zu vernetzten. „Es lohnt sich einfach.“ Expertinnen und Experten geben den Sportangeboten dabei eine andere Qualität und er hofft, dass das Projekt die Kinder dazu motiviert, auf der weiterführenden Schule mit dem Sport weiterzumachen. Auch Fiona Stahl vom OSC freut sich über das Projekt und will mehr Angebote schaffen.

17. Februar 2026 0 Kommentare
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Müllbeutel (Symbolbild)

„Falsches Signal zur falschen Zeit“: CDU fordert sofortigen Stopp der Verpackungssteuer

von PM 17. Februar 2026

Die CDU-Ratsfraktion Osnabrück lehnt die geplante Verpackungssteuer weiterhin ab und fordert einen sofortigen Stopp der Planungen. Eine zusätzliche kommunale Steuer in der aktuellen wirtschaftlichen Lage sei ein gravierender Fehler und sende das falsche Signal an Gastronomie, Bäckereien, Cafés und Einzelhandel.

Wachsende Kosten, Inflation und Konsumzurückhaltung

„Unsere Gastronomie, Bäckereien, Cafés und Imbisse kämpfen seit Jahren mit steigenden Energiepreisen, höheren Personalkosten, Inflation und wachsender Konsumzurückhaltung. Viele Betriebe arbeiten am Limit, Insolvenzen im Gastgewerbe nehmen bundesweit spürbar zu. Wer in dieser Lage neue Abgaben einführt, verschärft die Situation weiter“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Marius Keite.

Verpackungssteuer als weiterer Kostenfaktor

Besonders irritierend ist für die CDU das Argument der Mehrheitsgruppe, die Betriebe seien nicht gezwungen, die Steuer an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben.

„Das ist blanker Hohn gegenüber den Unternehmerinnen und Unternehmern in unserer Stadt. Wie sollen kleine Bäckereien oder familiengeführte Imbisse zusätzliche Kosten dauerhaft selbst tragen? Wer so argumentiert, verkennt die wirtschaftliche Realität im Mittelstand völlig“, so Keite.

Die Verpackungssteuer ist keine abstrakte Lenkungsmaßnahme, sondern ein konkreter Kostenfaktor – mit zusätzlichem Verwaltungsaufwand, Kontrollaufwand und erheblicher Rechtsunsicherheit im Alltag.

Es gehe nicht nur um Müll

Das Narrativ, die Einnahmen aus der Verpackungssteuer würden ausschließlich der Verbesserung der Müllentsorgung dienen, ist ein politisches Märchen. Einmal abgesehen davon, dass Steuern gar nicht zweckgebunden sein dürfen, wurde in der Ratsdebatte deutlich, dass die erwarteten Einnahmen sehr wohl im Zusammenhang mit haushaltspolitischen Spielräumen stehen – unter anderem mit Blick auf die Kompensation wegfallender Krippenbeiträge.

„Wer behauptet, es gehe nur um Sauberkeit, verschweigt einen Teil der Wahrheit. Wenn Einnahmen bereits in finanzpolitischen Zusammenhängen eingeplant oder zumindest mitgedacht werden, dann geht es eben nicht nur um Sauberkeit, sondern auch um Haushaltspolitik“, so Keite.

Stattdessen Überzeugung, Kooperation und praktikable Lösungen gefordert

Für die CDU ist klar: Müllvermeidung ist richtig und wichtig. Doch der gewählte Weg überzeugt nicht.

„Die Verpackungssteuer ist im Kern eine Umerziehungssteuer. Bestimmtes Verhalten wird verteuert, um es unattraktiv zu machen. Nachhaltigkeit erreicht man aber besser durch Überzeugung, Kooperation und praktikable Lösungen – nicht durch zusätzliche finanzielle Sanktionen“, betont Keite.

Anreize schaffen, Förderung und verlässliche Rahmenbedingungen gewünscht

Die CDU verweist darauf, dass die Stadtverwaltung bereits an einem stadtweit abgestimmten Mehrwegkonzept gearbeitet hat und hierzu Gespräche mit Betrieben geführt wurden.

„Hier liegt der richtige Ansatz. Ein praktikables Mehrwegsystem mit aktiver Unterstützung durch die Stadt kann Wirkung entfalten, ohne neue Belastungen zu schaffen. Statt diesen Weg konsequent weiterzugehen, setzt die Mehrheitsgruppe nun auf eine zusätzliche Steuer. Das ist der falsche Kurs“, so Keite.

Eine erfolgreiche Müllvermeidung gelingt nur gemeinsam mit den Betrieben – durch Anreize, Förderung und verlässliche Rahmenbedingungen.

„Wir wollen saubere Stadtteile und weniger Müll – aber gemeinsam mit den Betrieben, nicht gegen sie. Osnabrück braucht wirtschaftliche Stabilität und partnerschaftliche Lösungen. Überzeugen statt bestrafen – das muss der Leitgedanke sein“, so Keite abschließend.

17. Februar 2026 0 Kommentare
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Nina Warken

Warken plant Pflegereform: Pflegekassen zahlen mehr, Heimbewohner weniger

von Hasepost Redaktion 17. Februar 2026

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant eine Reform der Pflegefinanzierung, um die selbst zu zahlenden Eigenanteile für Heimbewohner zu senken. Kern des Vorhabens ist eine stärkere Anpassung der Leistungen der Pflegekassen an die Inflation, um die Versorgung zu stabilisieren und Kostensteigerungen für die Pflegebedürftigen zu begrenzen.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) möchte mit höheren Zahlungen der Pflegekassen an die Heime dafür sorgen, dass die Bewohner künftig weniger selbst zahlen müssen. „Wir wollen den steigenden Eigenanteilen etwas entgegensetzen und eine weiterhin gute Versorgung sicherstellen“, sagte die CDU-Politikerin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe).

Geplante Dynamisierung der Pflegeleistungen

Die für 2027 geplante Pflegereform könnte nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) die Regelung enthalten, die Zahlungen der Kassen an die Heime im Einklang mit der jährlichen Inflationsrate zu erhöhen. Bisher geschieht das nicht regelmäßig.
„Die Dynamisierung der Leistungen muss für alle Seiten verlässlicher werden, indem sie deren Entwertung entgegenwirkt sowie die Steigerung der Eigenanteile bremst“, kündigte Warken in der FAZ an. „Das könnte etwa durch die dauerhafte Dynamisierung in Höhe der jährlichen Inflationsentwicklung sichergestellt werden.“
Auf diesen Mechanismus könnten sich nach den Ausführungen der Ministerin alle Akteure einstellen. „Und es gäbe keine regelmäßigen politischen Überbietungswettbewerbe, die nicht nachhaltig sind“, sagte die Ministerin dem Blatt. Die bevorstehende Pflegereform bezeichnete sie als „Gesamtpaket“. Als Grundlage für die Veränderungen dienen den Angaben zufolge die im Dezember veröffentlichten Empfehlungen einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum „Zukunftspakt Pflege“.

Berechnungen zu den finanziellen Folgen

Das Wissenschaftliche Institut der Privaten Krankenversicherung (WIP) hat berechnet, was die Vorschläge kosten könnten. Die Dynamisierung der Pflegeleistungen gemäß der Inflation sowie die Begrenzung der pflegerischen Eigenanteile auf 1.000 Euro im Monat (Pflegedeckel) würden die Pflegekassen bis zum Jahr 2040 mit 137,6 Milliarden Euro belasten, berichtet die FAZ unter Verweis auf die noch nicht veröffentlichte WIP-Studie. Das entspreche etwa der Summe des 2025 beschlossenen Rentenpakets, gegen das die „Junge Gruppe“ innerhalb der Unionsfraktion aufbegehrt hatte.

✨ mit KI bearbeitet

17. Februar 2026 0 Kommentare
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Supermarkt (Archiv)

DIW-Chef erwartet Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 21 Prozent

von Hasepost Redaktion 17. Februar 2026

Die schwarz-rote Koalition könnte nach Einschätzung von DIW-Präsident Marcel Fratzscher zur Schließung von Haushaltslücken die Mehrwertsteuer um zwei Punkte auf 21 Prozent anheben. Der Ökonom hält diesen Schritt zwar für „sozial fatal“, sieht ihn aber als politisch wahrscheinliche Option, weil Union und SPD aus seiner Sicht zentrale Spar- und Steuergrenzen nicht aufgeben wollen.

Fratzscher erwartet Anhebung der Mehrwertsteuer

Nach den Worten von Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), müssen sich die Bundesbürger darauf einstellen, dass die schwarz-rote Koalition zur Deckung der Haushaltslöcher die Mehrwertsteuer um zwei Punkte auf 21 Prozent anhebt. „Beide Parteien haben ihre roten Linien abgesteckt und sind offenbar nicht bereit, sie aufzugeben“, sagte Fratzscher dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Die Union lehnt Steuererhöhungen ab, die SPD will nicht beim Sozialstaat sparen. Subventionsabbau wollen beide nicht“, argumentierte der Ökonom. „Wir müssen davon ausgehen, dass es sich die Koalition am Ende leicht machen wird: Sie erhöht die Mehrwertsteuer um zwei Punkte, was 30 Milliarden Euro mehr bringen würde.“
Eine Anhebung der Mehrwertsteuer wäre nach den Worten Fratzschers allerdings „sozial fatal“, denn das träfe Menschen mit geringen Einkommen überproportional stark. „Doch es ist verglichen mit den zur Verfügung stehenden Alternativen ein politisch vergleichsweise bequemer Weg“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Um das Loch von über 130 Milliarden Euro in den Jahren 2027 bis 2029 zu stopfen, seien Steuererhöhungen und der Abbau von Subventionen nötig, sagte Fratzscher.

Vorschlag: Höhere Grundsteuer statt Vermögensteuer

Fratzscher plädierte unter anderem für eine deutliche Erhöhung der Grundsteuer. „Deutschland besteuert Vermögen im Vergleich zu anderen Industrieländern sehr niedrig“, so der DIW-Chef laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Zwar sei eine Vermögensteuer zumindest für Superreiche wünschenswert. Die dafür notwendige internationale Koordinierung sei aber derzeit kaum machbar. Anders sehe die Lage bei der Grundsteuer aus, die ebenfalls am Vermögen ansetze. „Hier gibt es ein großes Potenzial für Mehreinnahmen, Grund und Boden können schließlich nicht weglaufen“, so Fratzscher.

Kürzung klimaschädlicher Subventionen und Reform des Ehegattensplittings

Der DIW-Chef forderte zudem die Abschaffung oder zumindest die Kürzung klimaschädlicher Steuersubventionen, die nach seinen Angaben ein Gesamtvolumen von 60 Milliarden Euro haben. Er nannte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ konkret das Diesel-Privileg, die Steuerbefreiung von Kerosin und die Pendlerpauschale. „Das macht auch ökonomisch Sinn, weil sie den Wettbewerb verzerren und falsche Anreize setzen“, betonte Fratzscher und fügt mit Blick auf die Pendlerpauschale hinzu: „Es ist doch völlig unsinnig, dass es sich lohnt, möglichst weit weg vom Arbeitsplatz zu wohnen.“
Auch das Ehegattensplitting, das den Staat rund 22 Milliarden Euro koste, sollte nach Ansicht Fratzschers abgeschafft und durch ein sogenanntes Realsplitting ersetzt werden, wie er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ sagte.

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17. Februar 2026 0 Kommentare
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