Die Osnabrücker Grünen bringen sich für die kommende Oberbürgermeisterwahl am 13. September in Stellung – und setzen dabei auf ein bekanntes Gesicht: Volker Bajus soll für das Amt kandidieren. Mit dem langjährigen Ratsmitglied und aktuellen Landtagsabgeordneten präsentiert die Partei einen Bewerber, der Erfahrung, politische Vernetzung und klare inhaltliche Schwerpunkte vereint.
Rückhalt aus Partei und Fraktion
Die Entscheidung fiel im Vorstand der Osnabrücker Grünen einstimmig. Parteichefin Luca Wirkus hebt die Qualitäten des Kandidaten hervor: „Volker Bajus bringt die Erfahrung und Leidenschaft mit, die unsere Stadt jetzt braucht. Er ist in Osnabrück fest verwurzelt, fachlich versiert und ein Brückenbauer“. Auch ihr Co-Vorsitzender Maximilian Strautmann unterstützt den Vorschlag ausdrücklich.
Im Stadtrat stößt die Kandidatur ebenfalls auf Zustimmung. Fraktionsvorsitzender Jens Meier betont: „Volker sieht die Verantwortung für das Ganze. Er hat in 25 Jahren Ratsarbeit wie kaum ein anderer gezeigt, dass er die Zukunftsthemen für unsere Stadt setzt und dafür Unterstützung in der Bürgerschaft und Mehrheiten im Rat organisieren kann.“
Kandidat mit klarer Botschaft
Bajus selbst versteht seine Bewerbung als Einladung an die Stadtgesellschaft, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. „Ich trete an, weil ich überzeugt bin: Osnabrück kann mehr. Wir brauchen eine Stadt, die modern, sozial gerecht und klimafreundlich ist. Mein Ziel ist eine solidarische Stadtgesellschaft, die die Herausforderungen der Zukunft anpackt und mutig gestaltet“, so Bajus. Sein Leitmotiv bringt er auf eine einfache Formel: „Wir kommen nur voran, wenn wir zuversichtlich nach vorne schauen und an einem Strang ziehen. Osnabrück ist Teamarbeit!“
Fünf Themen für die Zukunft
Inhaltlich setzt der 62-Jährige auf fünf zentrale Handlungsfelder, die die Stadtentwicklung prägen sollen. Mehr Lebensqualität will Bajus vor allem durch konsequenten Klimaschutz erreichen. Der Erhalt der so genannten Grünen Finger, eine Verkehrswende zugunsten von Fußgängern, Radfahrern und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie mehr Begrünung im Stadtgebiet stehen dabei im Fokus. „Wir haben unsere Stadt von unseren Kindern nur geborgt“, betont er.
Beim Thema Zusammenhalt rückt bezahlbarer Wohnraum in den Mittelpunkt. Die kommunale Wohnungsgesellschaft soll deutlich mehr bauen als bisher geplant, auch durch die Umnutzung leerstehender Gebäude. Gleichzeitig will Bajus gezielt gegen Kinderarmut vorgehen: „Fast jedes fünfte Kind lebt in Osnabrück in Armut. Das lasse ich nicht zu.”
Unter dem Stichwort Zukunft setzt der Grünen-Politiker auf Innovation und Beteiligung. Eine digitale Verwaltung, Bürgerräte und ein klares Bekenntnis zur Kultur gehören zu seinen Plänen. „Unsere Stadt ist dank Kunst und Kultur liebenswert. Beschränkungen oder gar Zensur wird es mit mir nicht geben.“
Respekt und Integration sind ein weiteres zentrales Anliegen. Angesichts der internationalen Vielfalt der Stadt fordert Bajus eine echte Willkommenskultur: „Menschen mit Migrationsgeschichte sind eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Sie verdienen Respekt und eine Verwaltung, die sie partnerschaftlich unterstützt.”
Schließlich will Bajus die Zusammenarbeit mit dem Landkreis intensivieren, insbesondere in Wirtschaft und Tourismus. Auch die Hochschulen sollen stärker eingebunden werden. „Unsere Hochschulen sind ein echtes Pfund. Ich möchte die Vernetzung der Stadt mit ihnen stärken – auch um Fachkräfte und Talente langfristig an den Standort Osnabrück zu binden.”
Erfahrung aus Politik und Engagement
Volker Bajus ist 62 Jahre alt, verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Als Diplom-Sozialwirt und Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen im niedersächsischen Landtag bringt er politische Erfahrung auf Landesebene mit. Seit mehr als vier Jahrzehnten lebt er in Osnabrück und kennt die Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven. Vor seiner politischen Karriere arbeitete er fast 20 Jahre für die Kinderrechtsorganisation terre des hommes.
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