Die Bestattungsmöglichkeiten in Georgsmarienhütte sind um eine neue Grabart erweitert worden: Im Zuge der derzeit laufenden Um- und Neugestaltungsarbeiten auf dem Harderberger Friedhof ist eine Anlage mit pflegefreien Urnengräbern entstanden. Das Besondere: Es handelt sich um sogenannte Erdröhrengräber. Ab sofort können dort Beisetzungen vorgenommen werden. Auch die weiteren Arbeiten zur Herstellung der neuen Wege und Grabeinfassungen gehen – nach witterungsbedingten Verzögerungen – voran.
Neue pflegefreie Begräbnisstätte fertiggestellt
Insgesamt 24 Urnenerdröhren sind auf einem eigens dafür hergestellten Areal auf dem Harderberger Friedhof in die Erde eingelassen worden. Die aus Edelstahl bestehenden Röhren können bis zu drei Urnen übereinander aufnehmen. In Summe ist somit Platz für 72 Urnen. An der Oberfläche werden die Röhren jeweils mit einer Granitplatte versehen, auf der die Namen der Verstorbenen eingraviert werden. Bei der neuen Grabart handelt es sich um eine pflegefreie Begräbnisstätte, wie es sie auch bereits auf dem Waldfriedhof in Kloster Oesede mit einem Baumgrab und auf dem Parkfriedhof Schauenroth mit einem Wiesengrab gibt. Beim Erwerb eines solchen Grabes besteht somit keine Verpflichtung zur gärtnerischen Anlage und Pflege oder zum Setzen eines Grabsteines. Beisetzungen in den Erdröhrengräbern sind bereits möglich.
Witterung verzögerte Arbeiten
Die neue Anlage ist Teil des im vergangenen Herbst gestarteten Um- und Neugestaltungsprozesses im alten Teil des Friedhofsgeländes, bei dem die Einfriedungen der Grabparzellen sowie die Wege neu angelegt werden. Ursprünglich sollten die Arbeiten im Laufe des Frühjahrs abgeschlossen sein. Allerdings sind aufgrund der Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres, insbesondere durch anhaltenden Frost sowie starke Regenfälle, Verzögerungen im Bauzeitenplan nicht zu vermeiden gewesen. Insbesondere deshalb, weil die Tragfähigkeit des durchnässten Untergrundes nicht gegeben war, sodass dieser erst wieder überbaut werden konnte, nachdem eine gewisse Trocknung stattgefunden hat.
Dank der inzwischen deutlich verbesserten Witterungsbedingungen können nun aber die Arbeiten wieder planmäßig durchgeführt werden. Die beauftragte Firma arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Neuanlage der Wege, um die Begehbarkeit für die Besucherinnen und Besucher schnellstmöglich zu verbessern. Die Stadt Georgsmarienhütte geht davon aus, dass die Bauarbeiten bei weiterhin günstiger Witterung zu Ende des Frühjahres zum Abschluss gebracht werden können. Gleichzeitig wird für die entstandenen Verzögerungen und die damit verbundenen Einschränkungen um Verständnis gebeten. Auch im zentralen Bereich des Parkfriedhofs Schauenroth haben zuletzt Bauarbeiten stattgefunden. Dort wurden zwei abgelaufene und bereits abgeräumte Reihengrabfelder zunächst eingeebnet und zugleich die vorhandenen Steinplatten entfernt. Anschließend wurde neue Erde aufgebracht und neuer Rasen eingesät. Perspektivisch ist vorgesehen, auf diesen Flächen neue Grabfelder für Urnenbestattungen anzulegen.
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