Der VfL Osnabrück hat am 23. Spieltag den nächsten Zu-Null-Sieg eingefahren. Gegen den TSV Havelse setzten sich die Lila-Weißen an der Bremer Brücke mit 2:0 durch. Nach einer lange umkämpften Partie sorgten zwei Treffer in der zweiten Halbzeit für einen verdienten Heimerfolg.
Geduldiges Spiel ohne Tore vor der Pause
Der VfL begann ohne den angeschlagenen Mittelfeldhünen Bjarke Jacobsen kontrolliert und suchte früh den Weg nach vorne. Bereits in der 3. Spielminute prüfte Kevin Wiethaup Havelses Torhüter Opitz mit einem Aufsetzer aus halblinker Position. In der Folge entwickelte sich ein intensives Niedersachsenduell. Das abstiegsbedrohte Havelse, das zuletzt mit einem 10-Punkte-Lauf im Tabellenkeller auf sich aufmerksam machte, setzte immer wieder Nadelstiche, vor allem nach Standards, doch Osnabrück verteidigte konsequent.
Die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte Janotta nach einer Freistoßflanke von Kehl, setzte den Ball jedoch bedrängt rechts vorbei (27.). Auch weitere Versuche durch Kehl und Wiemann blieben ohne Erfolg. Trotz spielerischer Vorteile ging es torlos in die Pause.
Kammerbauer und Meißner entscheiden die Partie
Nach dem Seitenwechsel kam zunächst Havelse gefährlich vor das Osnabrücker Tor. Jonsson parierte stark gegen Boujellab (47.) und blieb auch in der Folge aufmerksam. Mit zunehmender Spielzeit fand der VfL dann allerdings besser in den zweiten Durchgang.
In der 59. Spielminute belohnte sich Osnabrück für einen herrlichen Angriff: Nach einer Flanke von Kehl legte Robin Meißner per Kopf in den Rückraum ab, wo Patrick Kammerbauer den Ball direkt nahm und zum 1:0 ins linke untere Eck traf.
Havelse versuchte zu antworten, doch Osnabrück blieb defensiv stabil und setzte nun vermehrt auf Umschaltmomente. Meißner vergab zunächst noch eine gute Gelegenheit (66.), machte es aber wenig später besser. Nach einem Konter bedient von Wagner setzte er sich im Strafraum durch und jagte den Ball zum 2:0 ins kurze Eck (78.).
Jonsson hält die Null
In der Schlussphase verteidigte der VfL konzentriert und ließ kaum noch etwas zu. Die größte Chance der Gäste vereitelte Jonsson mit einer starken Parade bei einem Freistoß von Kolgeci in der Nachspielzeit (90.+5). Kurz darauf war Schluss.
Der VfL Osnabrück feierte damit einen hart erkämpften, aber verdienten Heimsieg und blieb erneut ohne Gegentor. Neben Torschütze und Vorlagengeber Robin Meißner ragte allen voran Mittelfeldmoto Kevin Wiethaup aus einer gefestigten Osnabrücker Mannschaft heraus und bot neben einigen effizienten Szenen auch viele Aktionen fürs Auge. Die Fans verabschiedeten ihr Team folgerichtig mit jeder Menge Applaus in Richtung Topspiel in Rostock am kommenden Samstag.
Ein klares Signal sendete dazu auch Trainer Timo Schultz am Magenta-Mikrofon nach der Partie: „Ich habe im Winter von Anfang an gesagt: Wir wollen aufsteigen!“ Sein Team, dessen Defensiv-Engagement mit nun zwölf Zu-Null-Spielen der Fußballlehrer besonders hevorhob, schiebt sich dazu passend vorübergehend auf Tabellenplatz zwei.