Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich drängt auf eine eigenständige europäische Friedensinitiative zur Beilegung des Ukraine-Krieges. Er schlägt Mario Draghi und José Manuel Barroso als mögliche Vermittler vor. Die Passivität der europäischen Staats- und Regierungschefs kritisiert er scharf.
Draghi und Barroso als mögliche Vermittler
In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" brachte Mützenich den italienischen Ökonomen und früheren EZB-Chef Mario Draghi als EU-Sondervermittler ins Spiel. "Der frühere Ministerpräsident ist für die Europäische Union ein ganz wichtiger Akteur und jemand, der aus seinem Charisma heraus so eine europäische Rolle einnehmen kann". Auch den ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso nannte er als möglichen Kandidaten.
Kritik an europäischer Passivität
Mützenich zeigte sich verärgert über die derzeitige Haltung der europäischen Führung. "Die europäische Stimme fehlt und sie ist existenziell und essenziell, weil wir unmittelbar von den Folgen betroffen sind."
Mit Blick auf die Rolle der EU und neue US-Diplomatie sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Wir fallen an dieser Stelle einfach komplett aus."