Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will den EU-Westbalkan-Gipfel in Montenegro am Freitag für zahlreiche bilaterale Gespräche nutzen. Nach Angaben aus Regierungskreisen sollen dabei insbesondere die EU-Beitrittsperspektiven der sechs Länder des Westlichen Balkans im Mittelpunkt stehen.
Beim EU-Westbalkan-Gipfel im montenegrinischen Tivat sind nach Angaben aus Regierungskreisen Gespräche von Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem montenegrinischen Staatspräsidenten, mit den Premierministern von Nordmazedonien und Albanien sowie mit dem Vorsitzenden der Präsidentschaft Bosnien und Herzegowinas geplant. Zudem will der Kanzler gemeinsam mit EU-Ratspräsident António Costa, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron ein Gespräch mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic führen, wie es aus Regierungskreisen hieß.
Fokus auf EU-Integration des Westbalkans
Wie es in Regierungskreisen weiter hieß, werde der Bundeskanzler in den Gesprächen einen besonderen Fokus auf die EU-Beitrittsperspektiven der sechs Länder des Westlichen Balkans legen. Aus den Regierungskreisen wurde zudem erwartet, „dass konkrete erste Vorschläge für eine schnellere Integration in die EU-Institutionen und die EU-Politiken auch schon vor dem Vollbeitritt“ auf den Tisch kommen.
Montenegro erstmals Gastgeber
Der EU-Westbalkan-Gipfel findet am Freitag in Tivat statt. Montenegro ist dabei erstmals Gastgeber des Gipfels. Neben den 27 EU-Mitgliedstaaten und den EU-Institutionen sind zudem Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien und der Kosovo eingeladen.
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