Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) verlangt vor einer Sondersitzung des Innenausschusses konkrete Schritte für mehr Sicherheit. Alva Träbert aus dem Bundesvorstand betont die Notwendigkeit politischer Solidarität und wirksamer Maßnahmen. Der Ausschuss befasst sich am Dienstag mit dem Vorgehen der Sicherheitsbehörden vor dem Anschlag in Berlin.
Forderungen an die Politik
"Die queere Community braucht jetzt Rückhalt durch die Politik und Solidarität", sagte Alva Träbert aus dem Bundesvorstand des LSVD der "Rheinischen Post" (Dienstag).
Mit zehn Sofortmaßnahmen gegen queerfeindliche Gewalt habe der Verband konkrete Vorschläge vorgelegt. Dazu zählten bessere Prävention, queersensible Sicherheitskonzepte sowie eine verlässliche Finanzierung von Beratungs- und Communitystrukturen. Viele dieser Maßnahmen lägen seit Jahren auf dem Tisch, jetzt sei der Moment, sie konsequent umzusetzen.
Träbert erwartete zudem eine Debatte, die die Sicherheit queerer Menschen wirksam stärkt, ohne verschiedene gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen. Diese Debatte müsse die Community explizit einbeziehen.
Am Dienstag tritt der Innenausschuss auf Antrag der Linken und Grünen zu einer Sondersitzung zusammen. Der Ausschuss wird sich mit dem Vorgehen der Sicherheitsbehörden vor dem Terroranschlag auf den CSD in Berlin befassen.