Ein schwerer Lkw-Unfall hat am Samstagmorgen (2. Mai) auf der A1 bei Osnabrück für stundenlange Sperrungen und massive Verkehrsbehinderungen gesorgt. Zwischen den Anschlussstellen Osnabrück-Nord und Osnabrück-Hafen in Fahrtrichtung Münster verlor ein 27-jähriger Fahrer kurz nach 9:00 Uhr die Kontrolle über seinen Sattelzug – mit weitreichenden Folgen für den Verkehr.
Sattelzug durchbricht Mittelschutzplanke
Nach ersten Erkenntnissen prallte der Lastwagen zunächst gegen die Außenschutzplanke. Anschließend schleuderte das Fahrzeug zurück über die Fahrbahn, durchbrach die Mittelschutzplanke und kam erst danach zum Stillstand. Trümmerteile ragten dabei bis auf den Überholfahrstreifen der Gegenrichtung in Richtung Bremen.
Durch die Wucht des Aufpralls wurden auch die Tanks der Zugmaschine beschädigt. Rund 1000 Liter Diesel liefen aus und verteilten sich auf der Fahrbahn. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Andere Verkehrsteilnehmer kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.
Vollsperrung und lange Staus
Die Unfallstelle entwickelte sich schnell zu einem Nadelöhr: Für die aufwendigen Bergungs- und Reinigungsarbeiten musste die A1 in Fahrtrichtung Münster bis in den späten Nachmittag komplett gesperrt werden – erst gegen 17:30 Uhr konnte die Strecke wieder freigegeben werden. In Richtung Bremen blieb der linke Fahrstreifen gesperrt.
Doch auch nach der Wiederöffnung ist die Situation noch nicht vollständig entschärft. Sowohl in Richtung Münster als auch in Richtung Bremen bleibt jeweils ein Überholfahrstreifen bis mindestens Montag gesperrt.
Neben den erheblichen Verkehrsbehinderungen hinterlässt der Unfall auch einen hohen Sachschaden. Erste Schätzungen gehen von rund 100.000 Euro aus.
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