Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigt sich die Linke zurückhaltend bei der Regierungsbildung. Spitzenkandidatin Eva von Angern schließt Unterstützung für einen AfD-Kandidaten aus. Die Partei will abwarten, wie sich die CDU positioniert.
Keine Unterstützung für AfD-Kandidaten
"Am Ende des Tages müssen das die Parteien entscheiden, die weitaus stärker sind als wir", sagte Spitzenkandidatin Eva von Angern am Montag in Berlin der dts Nachrichtenagentur.
Einen Ministerpräsidentenkandidaten Ulrich Sigmund von der AfD werde man selbstverständlich nicht unterstützen. „Es wird keine Stimme aus der Linken geben.“
Abwartende Haltung gegenüber der CDU
Mit Blick auf die CDU werde man in den nächsten Tagen sehen, ob es ihr gelinge, "aufzustehen und weiterzugehen" oder ob sie sich "zerreißt". Auf Nachfrage, ob der amtierende Ministerpräsident Sven Schulze in der CDU noch der Ansprechpartner sei, sagte von Angern, dies sei „eine spannende Frage“.
Die Linke selbst sehe momentan keinerlei Anlass, „irgendwelche Angebote zu machen oder irgendwelche Offensiven zu starten“, so von Angern. „Uns geht es gerade darum, die Zivilgesellschaft zu schützen und diesen Auftrag wahrzunehmen.“